Schatten der Vergangenheit

Hier könnt ihr eure SIMS-Geschichten (Fotostorys) mit Bilder posten...
Benutzeravatar
cheli24
Foren-Orakel
Beiträge: 1206
Registriert: 06.03.2015, 19:51
Hat sich bedankt: 2051 Mal
Danksagung erhalten: 3055 Mal

Schatten der Vergangenheit

Beitrag von cheli24 » 13.06.2015, 12:17


Hallo zusammen, :winken

ich möchte Euch recht herzlich zu meiner Fotostory "Schatten der Vergangenheit" einladen, meiner aktuellen FS. Mit dem Schreiben hatte ich irgendwann Mitte/Ende 2013 begonnen, einfach aus einer Laune heraus. Ich hätte nicht wirklich gedacht, dass ich daraus jemals eine Story machen werde. Sie basiert in kleinen Teilen auf einer Storyline einer US-Soap, die mal im TV etwa eineinhalb Jahre lang ausgestrahlt wurde. Bislang ist noch keiner drauf gekommen, wie sie heißt und ich denke mal, dass die vermutlich auch keiner (mehr) kennt. Und nein, ich verrate den Titel noch nicht. Erst am Ende der Story, die allerdings bei meinem Zeittempo noch sehr lange dauern wird. :schnecke

Ich würde mich freuen, wenn es der Eine oder Andere lesen würde und natürlich auch riesig über Kommentare. Hier jetzt erst einmal der Prolog, Kapitel 1 folgt in Kürze.

Und nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen.

LG cheli24 (Marga)




Bild


Prolog


Sie spürte das Nass, das aus ihren Augen quoll und sich langsam den Weg zu ihren Wangen hinunter bahnte, nicht. Es war nicht wichtig. Nichts war mehr wichtig, seit sie ihre Entscheidung getroffen hatte. Eine Entscheidung, die ihr Leben schlagartig ändern würde. Aber er hatte Wort gehalten, nun musste sie ihren Teil der Abmachung einhalten.

Krampfhaft versuchte die junge Frau den Kloß hinunter zu schlucken, der langsam ihre Kehle herauf gekrochen kam. War es das wirklich wert? Immer und immer wieder hatte sie sich in den letzten Tagen diese Frage gestellt. Aber was war schon ihr zukünftiges Leben in einem goldenen Käfig gegen eines in Gefangenschaft? Das konnte sie nicht verantworten. Nicht, nachdem sie sich gerade erst wiedergefunden hatten. Niemals würde sie das übers Herz bringen und er hatte das gewusst. Nur aus diesem Grunde hatte er ihr diesen Vorschlag unterbreitet. Wie hatte er sie nur so geschickt manipulieren können? Warum hatte sie ihm vertraut, seinen Worten bedingungslos geglaubt? Wahrscheinlich würde sie es nie erfahren. Sie war den Pakt mit dem Teufel eingegangen, nun musste sie auch die Konsequenzen tragen.

Bild

Nervös zupfte sie an ihrem Kleid, das perfekt saß und wie für sie geschaffen war. Heute war nun also der Tag gekommen. Für jede Frau der vermutlich schönste Tag im Leben, nur nicht für sie. Nein, glücklich würde sie nicht werden und dennoch gab es kein Zurück. Er würde seine Drohung sofort in die Tat umsetzen, sollte sie ein zweites Mal ihre Abmachung nicht einhalten. Sie hatte von Glück sprechen können, dass er ihr noch einmal eine Chance gegeben hatte. Nicht auszudenken, wäre sie nicht rechtzeitig erschienen. Noch einmal sah sie in den Spiegel und atmete tief durch. Sie wirkte müde, hatte sie doch die halbe Nacht kein Auge zubekommen. Ein gut deckendes Make-up hatte zwar einiges überdecken, doch den Glanz in ihren Augen hatte es nicht zaubern können.

Bild

„Bist Du soweit, mein Schatz?“

Die tiefe und resolute Stimme, die von unten herauf drang, riss sie aus ihren Gedanken. Gleich würde sie ihm das Jawort geben, sich für die Vernunft und gegen den Verstand entscheiden. Der Gedanke schmerzte sehr und trieb ihr erneut die Tränen in die Augen. Warum war Er nur so stur geblieben? Sie hasste Ihn dafür, obwohl das vor ein paar Wochen noch ganz anders gewesen war. Wehmut stahl sich in ihr Herz, als sie an die glückliche, kurzweilige Zeit zurückdachte. Bis zuletzt hatte sie auf eine Wende gehofft, ein kleines Schlupfloch, ein Einlenken. Doch Göttin Fortuna hatte nicht auf ihrer Seite gestanden. Energisch schüttelte sie den Kopf und kniff sich in beide Wangen. Schließlich trat sie zur Tür hinaus und begab sich zur großen Freitreppe, die ins Foyer führte.

Bild

Langsam und andächtig stieg sie die Treppen hinunter, Stufe für Stufe. In wenigen Minuten würde ihr Schicksal besiegelt sein. Unwiderruflich. Nicht einmal in ihren kühnsten Träumen hätte sie sich ihre eigene Hochzeit so vorgestellt. Kein stolzer Vater, der seine Tochter zum Altar begleitete, keine Mutter, die Tränen der Rührung beim Anblick ihres kleinen Mädchens vergoss. Selbst ihre Freundinnen hatten abgesagt, alle hatten sich von ihr abgewandt. Konnten nicht verstehen, warum sie es tat. Sie war ihnen die Antwort schuldig geblieben. Es gab keine, die ihr Handeln hätte rechtfertigen können. Energisch verdrängte sie die Bitterkeit, die in ihr aufkam.

Ein aufmunterndes Nicken in der Menge ließ sie kurz verweilen. Fühlte sich die junge Frau zuvor noch wie in einem schlechten Film, so war sie sich nun sicher, das Richtige zu tun. Mit einem aufgesetzten Lächeln schritt sie die restlichen Stufen hinunter und ging auf die Doppeltür zu, die in das improvisierte Trauzimmer führte.

Bild

Unter dem Hochzeitsbogen sah sie ihren zukünftigen Mann stehen. In der ersten Stuhlreihe saß sein Neffe, der als sein Trauzeuge fungierte, daneben dessen Ehefrau, ihre beste Freundin. Just in diesem Moment ertönte der Hochzeitsmarsch und sie ging langsam auf den mit Blumen bestückten Hochzeitsbogen zu…


Kapitel 1 folgt...


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Kapitel 1 / Kapitel 2 / Kapitel 3 / Kapitel 4 / Kapitel 5 / Kapitel 6 / Kapitel 7 / Kapitel 8 / Kapitel 9 / Kapitel 10 / Kapitel 11 / Kapitel 12 / Kapitel 13 / Kapitel 14 / Kapitel 15 / Kapitel 16 / Kapitel 17 / Kapitel 18 / Kapitel 19 / Kapitel 20 /
Zuletzt geändert von cheli24 am 09.12.2015, 22:44, insgesamt 8-mal geändert.

Benutzeravatar
Simsi68
Moderator
Beiträge: 2472
Registriert: 01.03.2015, 15:24
Wohnort: im Internet
Hat sich bedankt: 2925 Mal
Danksagung erhalten: 5220 Mal

Re: Schatten der Vergangenheit

Beitrag von Simsi68 » 13.06.2015, 13:39

NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIN!!!!!!!!!!!! :weinen1 :weinen2
Sorry Marga, aber ich konnte jetzt nicht anders! Ich kann mir mittlerweile "das Ende" zusammenreimen und weiß auch wer besagtes Brautpaar ist, da ich ja inzwischen schon viel von dieser Geschichte kenne. Aber auch hier sage ich nicht mehr dazu, verrate natürlich nichts, ganz klar!

Ich freue mich riesig, dass du "Schatten der Vergangenheit" jetzt auch hier postest und ich werde sie selbstverständlich noch mal mitlesen und natürlich auch kommentieren; das gehört einfach dazu, ne... :<

Und ich kann nur sagen: Klasse geschrieben und tolle Bilder. :< Man konnte richtig mit der jungen Frau mitfühlen :weinen1

Aber jetzt freu ich mich auf viele Folgen davon... :D

Liebe Grüße
Astrid
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

Benutzeravatar
hafuhga
Foren-Guru
Beiträge: 666
Registriert: 19.05.2015, 23:27
Hat sich bedankt: 1910 Mal
Danksagung erhalten: 1386 Mal

Re: Schatten der Vergangenheit

Beitrag von hafuhga » 14.06.2015, 20:21

Komisch, habe gestern gar nicht gemerkt das du dies FS gepostet hattest! Darauf freue ich mich aber jetzt!
Aber zuerst war ich entsetzt und dachte: "Ach neee! Das muss jetzt etwas passieren! Jemand muss dazu kommen dass, auf die Frage, ob jemand etwas weißt das gegen die Hochzeit spricht, aufsteht und sagt dass der Bräutigan schon verheiratet ist! Oder, der jenige der sie liebt ( der Held) entführt sie dann von Fleck weg! Irgendwas! Nur nicht das! Ich weigere mich zu glauben dass es tatsächlich so enden musste" ... was ja nicht stimmt denn das ist ja erst der Anfang von der Geschichte! Wie gemein von dir Cheli! Hier wir das Cliffhanger schon am Anfang gestellt! Muss man denn die ganze Zeit um das Glück der Heldin zittern? Wie dramatisch! :bravo

Deine Bilder sind wunderschön, sowie deine Heldin! Richtig hübsch ist sie und das Hochzeitskleid ein Traum. Dein Prolog in Sims3Forum habe ich gelesen und dazu wollte ich dir sagen dass ich sowieso auf Biler rein emotional emotiona reagiere! Sie müssen einfach überzeugend sein, mehr oder weniger. Da ich selber keine Bildbearbeiterin bin, lönnte ich sowieso nichts Technisches vermissen, wie wann und ob eine Bildbearbeitung "sinnvoll" oder "notwendig" wäre - und erst seit gestern Abend bin ich stolze Besitzerin von Photoshop C2S - dank zu Tom, übrigens, so du siehst, ich habe einen langen weg vor mir was schönere Bilder angeht! Die sind oft Glücksache finde ich! :)

Ich freue mich deine Geschichte hier von Anfang lesen zu können. Ich dachte zwar schon daran sie in Sims3Forum zu lesen, aber die viele Folgen hatten mich abgeschreckt und, wenn ich versuche sehr viel Text mit Bilder zu lesen, meistens bleibe ich and die Bilder hängen verpasse einiges von Text, so dass es doch besser ist hin alle Gemütsruhe mit der erster Folge anzufangen, und allmächlich eins nach einander lesen, ohne mich unter Druck zu setzen (was automatisch der Fall wäre!)

Ich muss zugeben das ich die Bilder schon überflogen habe, so das ich bereits sagen kann dass ich mich sehr freue dass sie an verschiedene Schauplätze statt finden! Und auch dass du sehr schöne Sims, sehr geschmackvoll angezogen dabei hast ... und und und! Aber gelesen noch nicht, und damals, kannte ich mich noch nicht mit den Danke-Button-System, sonst hätte ich dir scho mehrmals Dankeschön hinterlassen. Aber dass und kommentieren werde ich hier nachholen und darauf freue ich mich schon! :)

Benutzeravatar
cheli24
Foren-Orakel
Beiträge: 1206
Registriert: 06.03.2015, 19:51
Hat sich bedankt: 2051 Mal
Danksagung erhalten: 3055 Mal

Re: Schatten der Vergangenheit

Beitrag von cheli24 » 14.06.2015, 23:30

Simsi68 hat geschrieben:NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIN!!!!!!!!!!!! :weinen1 :weinen2
Sorry Marga, aber ich konnte jetzt nicht anders! Ich kann mir mittlerweile "das Ende" zusammenreimen und weiß auch wer besagtes Brautpaar ist, da ich ja inzwischen schon viel von dieser Geschichte kenne. Aber auch hier sage ich nicht mehr dazu, verrate natürlich nichts, ganz klar!

Klar, Du weißt ja jetzt schon viel von der Geschichte. Schauen wir mal, ob "Dein Ende" mit meinem übereinstimmen.

Simsi68 hat geschrieben:Ich freue mich riesig, dass du "Schatten der Vergangenheit" jetzt auch hier postest und ich werde sie selbstverständlich noch mal mitlesen und natürlich auch kommentieren; das gehört einfach dazu, ne... :<
Das freut mich natürlich sehr, dass Du noch einmal mitlesen und mitkommentieren willst. Aber das wäre für mich hier die Gelegenheit, die Hochzeitsstory so einzubauen, wie ich es anfangs vorhatte. Die Kapitel habe ich noch. Mal schauen.
Simsi68 hat geschrieben:Und ich kann nur sagen: Klasse geschrieben und tolle Bilder. :< Man konnte richtig mit der jungen Frau mitfühlen :weinen1


Das freut mich, dass es Dir gefällt oder vielmehr gefallen hatte.

Simsi68 hat geschrieben:Aber jetzt freu ich mich auf viele Folgen davon... :D


Oh ja, es gibt viiiiiieeeeeele Folgen. Die ist ja auch noch nicht fertig, ne.

Vielen Dank für Deinen Kommentar, die netten Worte, Dein Lob und ja, dass Du noch einmal mitlesen willst. Das freut mich sehr, liebe Astrid. Gleich im Anschluß kommt Kapitel 1.

LG Marga

Benutzeravatar
cheli24
Foren-Orakel
Beiträge: 1206
Registriert: 06.03.2015, 19:51
Hat sich bedankt: 2051 Mal
Danksagung erhalten: 3055 Mal

Re: Schatten der Vergangenheit

Beitrag von cheli24 » 14.06.2015, 23:36

Hallo zusammen, :winken

so hier kommt nun Kapitel 1, zu dem ich viel Spaß wünsche. Eine Frage vorweg: ist die Schriftfarbe blau okay oder soll ich besser schwarz nehmen? Ich bin mir da nicht so sicher. Bild

LG cheli24 (Marga)


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------[/color]


Kapitel 1

Parkplatzrüpel der charmanten Art

Trish war leicht genervt und blickte zum wiederholten Male zur Ampel, die einfach nicht umspringen wollte. Das Display auf ihrem Handy zeigte 5 Minuten vor 9. Um halb zehn war sie mit ihren beiden Freundinnen Priscilla und Cindy zu einer Shopping-Tour verabredet. Wenn das mit dem Verkehr so weiterging, dann konnte sie das vergessen. Nervös trommelte sie mit ihren Fingernägeln auf das Lederlenkrad, bis nach schier endlosen Minuten die Ampel endlich auf Grün umsprang und sie das Gaspedal durchdrückte. Mit heulendem Motorengeräusch und quietschenden Reifen donnerte sie in ihrem roten Ferrari über die Kreuzung. Sie musste nun mächtig Gas geben, um noch halbwegs pünktlich zu erscheinen.


Bild

Der Ferrari war ein Geschenk ihrer Eltern anlässlich ihres 24. Geburtstages vor knapp zwei Monaten gewesen. Genüsslich lehnte sich die junge Frau in dem weichen Ledersportsitz zurück und sah die Landschaft an sich vorüberfliegen. Natürlich fuhr sie viel zu schnell, aber das war ihr in diesem Moment egal. Zwar liebte sie ihren Vater abgöttisch, aber just in diesem Moment hätte sie ihn verfluchen können. Anders als noch am gestrigen Abend mit ihm besprochen, hatte seine Kreditkarte heute Morgen nicht auf der Anrichte im Flur gelegen. Am Handy hatte Trish ihren Vater nicht erreichen können und da auch ihre Mutter über den Verbleib nichts wusste, blieb ihr nun nichts anderes übrig, als in sein Büro zu fahren. Das lag mitten in der City Bridgeports und war von ihrem Elternhaus gut eine dreiviertel Autostunde entfernt. Sie hatte zwar einen sehr gut bezahlten Job, aber für eine ausgiebige Shoppingtour reichte ihr Monatsgehalt nicht aus. Aufgrund dessen hatte ihr Vater ihr seine Kreditkarte zur Verfügung gestellt. Im Radio lief gerade der Hit „Don‘ t worry, be happy“, den sie leise mitsang, als sie plötzlich hinter sich Sirenengeheul vernahm. Ein Blick in den Rückspiegel versprach nichts Gutes. Oh nein, das fehlt mir gerade noch.

Bild

Sollte sie es einfach ignorieren und weiterfahren? Eine Verfolgungsjagd mit der Polizei fehlte noch in ihrer Vita und am nächsten Tag wäre sie garantiert Gesprächsthema Nr. 1 in Bridgeports Klatschpresse. Ziemlich mürrisch fuhr sie rechts ran und legte beide Hände auf das Lenkrad. In langsamen Schritten trottete ein Uniformierter an ihr Fahrzeug heran, der argwöhnisch ihren Ferrari beäugte. Doch sogleich erhellte sich ihre Mine, als sie in ihrem Außenspiegel ein bekanntes Gesicht erblickte. Dem Himmel sei Dank...
Ethan.

Schnell stieg sie aus ihrem Wagen und lächelte den jungen Polizisten strahlend an, ehe sie freundlich sagte: „Oh, guten Morgen Ethan, ich bin doch nicht etwa zu schnell gefahren? Weißt Du, mein Wagen ist neu und ich wusste nicht, dass er so schnell beschleunigt.“


Bild

Das war zwar glatt gelogen, denn sie hatte den Ferrari nun schon einige Wochen. Aber das wusste Ethan schließlich nicht.

„Hallo Patty, ich hatte nicht gewusst, dass Du das bist. Schöner Wagen übrigens. Wie geht es Dir, wir haben uns ja schon lange nicht mehr gesehen?“

Trish zog leicht genervt eine Augenbraue nach oben. Wie sie es hasste, wenn man sie Patty nannte.

„Ethan Schätzchen, ich unterbreche Dich ja ungern, aber ich bin leider in Eile.“ Das stimmte ja auch irgendwie und „Schätzchen“ zog immer bei ihm.

Da glitt auch schon ein Strahlen über sein Gesicht. Dennoch sagte er mahnend: „Okay Patty, Du weißt, dass ich das normalerweise nicht darf. Du bist eine Bürgerin unserer Stadt und hast wie alle anderen auch, die Gesetze zu achten. Und Du bist eindeutig zu schnell gefahren. Wir haben Dich mit über 75 mph gemessen und Du weißt auch, dass Du außerhalb geschlossener Ortschaft nicht schneller als 65 fahren darfst. Eigentlich müsste ich Dir jetzt eine Ordnungswidrigkeit ausstellen.“


Bild

Trish sah ihn wehleidig an, ehe sie ihn mit gefalteten Händen anflehte: „Ethan bitte. Wir sind doch gute Freunde und ich verspreche Dir, nicht noch einmal die Geschwindigkeit zu missachten. Ehrenwort.“

Bild

Sie setzte ihr bezauberndstes Lächeln auf und tatsächlich erwiderte Ethan milde gestimmt: „Okay Patty, ich drücke noch einmal ein Auge zu. Aber fahr‘ bitte künftig etwas langsamer und sollte ich Dich noch einmal erwischen, dann bist Du dran.“ Er scharrte leicht verlegen mit seinen Schuhen, ehe er sich verlegen räusperte, um etwas schüchtern zu fragen: „Hast Du eigentlich am Wochenende schon etwas vor, im Eugis tritt eine neue Band auf?“


Bild

Oh nein, nicht schon wieder. Wann kapierte er endlich, dass sie nicht an ihm interessiert war? Er war nett… ja. Aber er war für sie nicht mehr als ein großer Bruder, den sie nie hatte. Nur leider schien er dies einfach nicht zu merken.

„Das ist sehr nett von Dir Schätzchen, aber ich habe leider schon etwas vor... vielleicht ein anderes Mal“, beeilte sie sich schnell hinterher zu sagen, als sie sein sichtbar enttäuschtes Gesicht sah.

„Schade, na dann wünsche ich Dir noch einen schönen Tag und grüß‘ Deine Eltern ganz lieb von mir.“

Mit einem kurzen Nicken überquerte er rasch die Straße und marschierte eilenden Schrittes zu seinem Dienstwagen zurück. Irgendwie tat es Trish schon wieder Leid, ihn so abgewimmelt zu haben. Eigentlich war Ethan ein netter Kerl, aber eben auch etwas einfältig. Sie kannten sich seit dem Kindergarten, waren gemeinsam auf die Schule gegangen und hatten oft zusammen gelernt. Nach der Highschool jedoch hatten sich ihre Wege getrennt und sie hatten unterschiedliche Colleges besucht. Während er danach die Gesetzeshüter-Laufbahn eingeschlagen hatte, hatte sie ein BWL- und Journalismus-Studium begonnen.

Jäh würde sie aus ihren Gedanken gerissen, als Ethan mit seinem Wagen an ihr vorbei fuhr und ihr zum Abschied noch einmal zuwinkte.


Bild

Mist, schon Viertel nach 9, das reicht nie und nimmer.
Der Tag fing ja wirklich gut an. Sie stieg wieder in ihren Ferrari ein und öffnete, während sie diesen startete, das Verdeck. Trish liebte Bridgeport und die Skyline mit ihren zahlreichen Wolkenkratzern, die sie ein wenig an New York erinnerte, wo sie vier Semester absolviert hatte. Gerne wäre sie dort geblieben, aber eine unglückliche Beziehung hatte sie wieder nach Hause zurückgetrieben.

Sie schaute nach vorne, nun war es nicht mehr allzu weit. Gleich hinter der nächsten Linkskurve befand sich Bridgeport Building No.1, in dem das Unternehmen ihrer Eltern auf mehrere Büroetagen verteilt war.


Bild

So jetzt musste sie nur noch schnell einen Parkplatz ergattern. Gewöhnlich nahm sie den ihres Vaters, da er nicht selbst fuhr und sich meist chauffieren ließ. Und tatsächlich, er war noch frei, wie sie beim Heranfahren erleichtert erkennen konnte. Sie setzte den Blinker und wollte gerade nach rechts auf die Einfahrt abbiegen, als ein schwarzer Wagen von der linken Seite ankam, kurz blinkte und rasant an ihr vorbei fuhr!


Energisch trat sie auf die Bremse... So eine Unverschämtheit. Doch der Wagen fuhr nicht auf den dahinter gelegenen Parkplatz, sondern stoppte schon nach wenigen Metern. Was zur Hölle… Aufgebracht betätigte sie die Hupe und stoppte ihren Wagen. Ein hochgewachsener Mann mit dunkelbraunen kurzen Haaren entstieg dem Fahrzeug und schlenderte, ohne sie weiter zu beachten, an ihr vorbei. Aufgebracht stieg sie nun ebenfalls aus, leise vor hin brummend: „Das glaub‘ ich jetzt nicht.“

Bild

Sprachlos schaute sie dem Unbekannten hinterher, ehe sie ungehalten rief: „Hey Sie… was zum Teufel soll denn das?“ Überrascht drehte er sich zu ihr um, sah sie nur fragend an, um dann seinen Weg fortzusetzen.


Bild

Dieses ignorante Verhalten machte Trish nur noch rasender und sie forderte ihn ungehalten auf: „Bleiben Sie gefälligst stehen, ich rede mit Ihnen… HALLOOOO? Ihnen hat man anscheinend keine Manieren beigebracht.“


Endlich schien er zu reagieren. Er drehte sich langsam zu ihr um, kam einige Schritte auf sie zu und musterte sie mit hochgezogener Augenbraue und neugierigem Blick von oben nach unten. Nach einer Ewigkeit, wie ihr schien, deutete er fragend auf sich: „Meinen Sie etwa mich?“


Bild

Trish nahm den jungen Mann kurz unter Augenschein. Unter anderen Umständen... schlecht sieht er ja nicht aus. Was er hier wohl macht? Doch schnell verdrängte sie ihre Gedanken wieder und fuhr ihn stattdessen fauchend an: „Bitte? Wen denn sonst oder sehen Sie vielleicht sonst noch jemanden?“

Betont lässig sah er um sich und grinste schließlich: „Öhm… Jetzt, wo Sie mich so direkt danach fragen… NEIN. Aber womit kann ich denn behilflich sein, Miss? Haben Sie etwa ein Problem?“
Eindeutig falsche Antwort. Macht er sich jetzt über mich lustig? Na, warte… Wenn er denkt, er kann mich mit seinem dämlichen Grinsen becircen… Nein, das konnte sie nicht einfach so auf sich sitzen lassen.

Trish ging einen Schritt auf ihn zu und versuchte einigermaßen höflich zu klingen. „BITTE? Ob Ich ein Problem habe? Wo haben Sie denn Ihren Führerschein gemacht? Schon mal etwas von Linksabbieger im Gegenverkehr gehört? Na… klingelt‘ s irgendwo?“ Als er immer noch nicht antwortete, forderte sie ihn schnippisch auf: „Fahren Sie jetzt bitte Ihre Karre weg, das ist mein Platz.“ Energisch hob sie dabei ihre Arme in die Höhe, um ihren Worten Nachdruck zu verleihen.

Bild

Entsetzt und mit weit aufgerissenen Augen rief er bestürzt: „NEINNNNNN! Tatsächlich? Wie konnte ich denn nur…“, während er sich mit der flachen Hand an die Stirn schlug. Dann setzte er einen Dackelblick auf und schüttelte resigniert den Kopf: „Jetzt haben Sie mich aber zutiefst getroffen. Sie nennen meine neue Errungenschaft eine Karre? Hören Sie, das ist der neue Ponti…“

Doch weiter kam er nicht. Schroff unterbrach sie ihn, die Augen eng zusammen ziehend: „Hören Sie, mich interessiert nicht, welchen Wagen Sie fahren. Sie haben hier keine Parkberechtigung.“

„Aha, verstehe“, nickte er eifrig. „Aber Sie haben eine. Ja?“ Suchend sah er sich um und fragte schließlich: „Hm, wo steht denn eigentlich, dass das Ihr Platz ist oder habe ich das irgendwo übersehen?“ Ein breites Grinsen stahl sich dabei in sein Gesicht. So schnell wollte er sich nicht geschlagen geben. Allmählich fand er Gefallen an dem hitzigen Wortgefecht mit der schönen Unbekannten.


Bild

Lässig lehnte er sich an seinen Pontiac und schaute anerkennend auf den roten Ferrari. „Sie fahren einen rasanten Wagen, Miss. Respekt. Passt zu Ihnen, sportlich, temperamentvoll und liegt bestimmt super in den Kurven.“

„Bitte was?“ Entgeistert starrte sie ihn an.


Bild

Ungeniert ließ er seinen Blick über ihre Figur gleiten und kam langsam auf sie zu, während er ihr lächelnd in die Augen blickte: „Hören Sie“, sagte er fast schon beschwörend, „Ihr kleiner roter Italiener passt doch noch locker hinter meinen Wagen… zudem ist da hinten eh nichts mehr frei. Also nichts für ungut, Beauty und noch einen schönen Tag“, zwinkerte er ihr zu, um sich pfeifend zum Eingang zu begeben.

Bild

Trish hatte es bei seinen Worten die Sprache verschlagen. Hinter ihr hupten mittlerweile einige vorbeifahrende Autos, da das Heck ihres Ferraris auf die Straße ragte und den fließenden Verkehr behinderte. Leise vor sich hin fluchend ging sie zu ihrem Fahrzeug zurück, fuhr ein Stück auf den schwarzen Pontiac auf und betätigte die Warnblinkanlage. Danach begab sie sich ebenfalls ins Gebäude. Die Zeit drängte und sie hatte keine Lust, sich irgendwo noch einen anderen Parkplatz zu suchen.

Immer noch leicht angesäuert über diesen Vorfall, fuhr sie mit dem Aufzug in das 18. Stockwerk.
Was fällt dem eigentlich ein, mich so stehen zu lassen? Wenn ich den in die Finger bekomme, dann Gnade ihm Gott. Aber warum muss dieser Kerl auch noch so unverschämt gut aussehen? Und die blauen Augen erst. Innerlich noch immer etwas aufgewühlt, trat sie aus der Fahrstuhlkabine und lief auf den Eingangsbereich der Firma „Hudson Ltd.“ zu. An der ersten Bürotür hielt sie kurz inne, trat ein und rief der Sekretärin ihres Vaters entschuldigend zu:

„Guten Morgen Anna, Du brauchst mich nicht anzumelden, ich bin gleich wieder weg.“ Energischen Schrittes lief sie zum Büro ihres Vaters.

Bild

Anna, die gerade ihren Nacken massiert hatte, konnte ihr gerade noch hinterherrufen: „Dein Vater ist gerade in einer Besprechung, Trish“,

Bild

als diese nach einmaligen Klopfen auch schon die Bürotür aufstieß. Ihr Vater saß an seinem Schreibtisch und sah überrascht auf, als er sie erblickte. Sogleich stand er auf und kam auf sie zugelaufen, um sie zu umarmen.

Bild

„Hallo mein Schatz, was führt Dich denn so früh am Morgen hier her? Ich bin gerade in einer wichtigen Besprechung“, wies er auf die beiden Männer, die an seinem Schreibtisch saßen.

Trish sagte leise mit den Fingern andeutend: „Daddy, Du wolltest mir doch Deine Kreditkarte da lassen.“


Bild

Überrascht sah er sie an, „Oh, mein Schatz, das habe ich in der Eile glatt vergessen. Hatte um 8 Uhr schon einen wichtigen Termin“, sagte er, während er seine Brieftasche zückte und ihr die Karte gab. An die Herren vor ihm gewandt, meinte er schließlich: „Darf ich Euch meine Tochter Patricia vorstellen?“

Die beiden Männer, die Trish bislang nicht wahrgenommen hatte, erhoben sich nun aus ihren Sitzen. Der eine, der im Alter ihres Vaters sein musste, kam sogleich auf sie zu, um sie freundlich zu begrüßen. Als sie jedoch den anderen Mann erblickte, starrte sie ihn entgeistert an…



Kapitel 2 folgt
Zuletzt geändert von cheli24 am 22.06.2015, 22:49, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Simsi68
Moderator
Beiträge: 2472
Registriert: 01.03.2015, 15:24
Wohnort: im Internet
Hat sich bedankt: 2925 Mal
Danksagung erhalten: 5220 Mal

Re: Schatten der Vergangenheit

Beitrag von Simsi68 » 15.06.2015, 10:00

Hahahaaaa, wie genial das alles noch einmal direkt mitverfolgen zu können! :lol: Echt... Ich genieße es! :tippen02
Schon zuerst das mit dem Polizisten Ethan, wie sie ihn um den Finger wickelt, echt cool. Aber das ist eben Trish, ne... ;)
Jajaaaa, der gutaussehende "Verkehrsraudi", der ER nach Trish´s Meinung ist :lol: Ich verrate keinen Namen, nein nein, ich schweige und genieße :D

Oh, mir hat diese Folge total gut gefallen, liebe Marga, echt! Text inkl. Dialoge sowie Bilder! :<
Und jetzt freu ich mich auch schon auf die nächste Folge
:laola
Eine Frage vorweg: ist die Schriftfarbe blau okay oder soll ich besser schwarz nehmen? Ich bin mir da nicht so sicher.
Doch, ich finde schon, dass es ok ist.
Klar, Du weißt ja jetzt schon viel von der Geschichte. Schauen wir mal, ob "Dein Ende" mit meinem übereinstimmen.
Darauf bin ich letztendlich auch schon sehr sehr gespannt, ob das zutrifft und wahr wird, was ich befürchte!!!
Das freut mich natürlich sehr, dass Du noch einmal mitlesen und mitkommentieren willst. Aber das wäre für mich hier die Gelegenheit, die Hochzeitsstory so einzubauen, wie ich es anfangs vorhatte. Die Kapitel habe ich noch. Mal schauen.
Klar, will und mach ich das :D
Ohjaaaaa, sehr gerne sogar!!! Du weißt ja, dass ich Sims-Hochzeiten über alles liebe! :hug02

Liebe Grüße
Astrid
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

Benutzeravatar
hafuhga
Foren-Guru
Beiträge: 666
Registriert: 19.05.2015, 23:27
Hat sich bedankt: 1910 Mal
Danksagung erhalten: 1386 Mal

Re: Schatten der Vergangenheit

Beitrag von hafuhga » 15.06.2015, 22:58

Ach, dabei hat alles so leicht und locker angefangen! Dies Trish hat nichts mit den traurige Braut zu tun. Hier ist sie übermutig und eifrig bedacht soviele Vorteile wie sie kann zu ergattern, ohne Rücksicht auf die Gefühle von andere. Sie mach auch den Eindruck ein verwöhntes reiches Mädchen zu sein (Ferrari, Kreditkarte von Daddy.

Bin sehr gespannt wie die Verwandlung statt finden wird denn als Heldin ist sie mir momentan noch nicht simpatisch, im Gegensattz zu Prolog ... aber da ich weiß dass ihre Blatt sich wenden wir, werde ich mich köstlih amüsieren über Trish Maken! :lol

Den charmanter Rüpel habe ich aus andere Bilder erkannt. Er sieht super aus" . Deine Sims sind ganz besonders hübsch. Wieder mal.
Ich könnte wetten dass der zweiter Besucher von Trishs Vater, der charamante Rüpel ist! Die Szene kann ich mir sehr gut verstellen. :lol:

Der Anfang fand ich sehr gut gelungen, die Bilder sind sehr schön e passen perfekt zu den Szenen. Und deinen Humor fand köstlich. Nach den dramatischen Prolog hatte ich auch einem auch so dramatischen Anfang, aber weit gefehlt ! :bravo :laola

Benutzeravatar
cheli24
Foren-Orakel
Beiträge: 1206
Registriert: 06.03.2015, 19:51
Hat sich bedankt: 2051 Mal
Danksagung erhalten: 3055 Mal

Re: Schatten der Vergangenheit

Beitrag von cheli24 » 22.06.2015, 23:24

Hallo zusammen, :winken

so nachdem gestern das Forum nicht so wollte und ich dann auch nicht mehr, folgt jetzt gleich im Anschluß Kapitel 2. Zuvor erst noch zu den Kommentaren, über die ich mich wieder sehr gefreut habe.



@Astrid

Simsi68 hat geschrieben:Hahahaaaa, wie genial das alles noch einmal direkt mitverfolgen zu können! :lol: Echt... Ich genieße es! :tippen02


Astrid, das freut mich sehr, dass Du die Geschichte noch einmal von Anfang an mitverfolgen willst.
Simsi68 hat geschrieben:Schon zuerst das mit dem Polizisten Ethan, wie sie ihn um den Finger wickelt, echt cool. Aber das ist eben Trish, ne... ;)Jajaaaa, der gutaussehende "Verkehrsraudi", der ER nach Trish´s Meinung ist :lol: Ich verrate keinen Namen, nein nein, ich schweige und genieße :D


Ja, ja, er kommt jetzt auch schon im nächsten Kapitel, ne. Wer weiß, vielleicht liest/siehst Du die Geschichte jetzt mit ganz anderen Augen. Ich bin mal gespannt.
Simsi68 hat geschrieben:Oh, mir hat diese Folge total gut gefallen, liebe Marga, echt! Text inkl. Dialoge sowie Bilder! :<
Und jetzt freu ich mich auch schon auf die nächste Folge
:laola


Die kommt gleich im Anschluß.
Simsi68 hat geschrieben:Ohjaaaaa, sehr gerne sogar!!! Du weißt ja, dass ich Sims-Hochzeiten über alles liebe! :hug02


Ja, deshalb mache ich das jetzt auch. Das ist einfach die Gelegenheit dazu. Damit wird die Story zwar noch etwas länger, als sie eh schon ist, aber ich freue mich.


@hafuhga

hafuhga hat geschrieben:Ach, dabei hat alles so leicht und locker angefangen! Dies Trish hat nichts mit den traurige Braut zu tun. Hier ist sie übermutig und eifrig bedacht soviele Vorteile wie sie kann zu ergattern, ohne Rücksicht auf die Gefühle von andere. Sie mach auch den Eindruck ein verwöhntes reiches Mädchen zu sein (Ferrari, Kreditkarte von Daddy.


Du wirst lachen, so haben sie fast alle Leser gesehen. Es macht mir einfach Spaß verschiedene Facetten meiner Charas zu zeigen.

hafuhga hat geschrieben:Bin sehr gespannt wie die Verwandlung statt finden wird denn als Heldin ist sie mir momentan noch nicht simpatisch, im Gegensattz zu Prolog ... aber da ich weiß dass ihre Blatt sich wenden wir, werde ich mich köstlih amüsieren über Trish Maken! :lol
Ja, so wendet sich dann das Blatt. Ich denke, mittlerweile ist sie schon beliebt.
hafuhga hat geschrieben:Den charmanter Rüpel habe ich aus andere Bilder erkannt. Er sieht super aus" . Deine Sims sind ganz besonders hübsch. Wieder mal.
Ich könnte wetten dass der zweiter Besucher von Trishs Vater, der charamante Rüpel ist! Die Szene kann ich mir sehr gut verstellen. :lol:


Na, dann lass' Dich mal gleich überraschen. Ist er es oder ist er es nicht?
hafuhga hat geschrieben:Der Anfang fand ich sehr gut gelungen, die Bilder sind sehr schön e passen perfekt zu den Szenen. Und deinen Humor fand köstlich. Nach den dramatischen Prolog hatte ich auch einem auch so dramatischen Anfang, aber weit gefehlt ! :bravo :laola
Du wirst im Laufe der Geschichte so einiges erleben, mit dem man nicht unbedingt rechnet. Und es ist damit noch lange nicht vorbei. Ich bin schon auf die Reaktionen gespannt, wenn das eine oder andere ans Tageslicht kommt.


Liebe Astrid und hafuhga, ich habe mich sehr über Eure Kommentare gefreut und die Gedanken, die Ihr Euch gemacht habt. Vielen Dank.

So und gleich im Anschluß folgt Kapitel 2.

LG Marga

Benutzeravatar
cheli24
Foren-Orakel
Beiträge: 1206
Registriert: 06.03.2015, 19:51
Hat sich bedankt: 2051 Mal
Danksagung erhalten: 3055 Mal

Re: Schatten der Vergangenheit

Beitrag von cheli24 » 22.06.2015, 23:26

Hallo zusammen,

es geht weiter mit dem 2. Kapitel, zu dem ich viel Spaß beim Lesen wünsche. Ich hoffe, es gefällt Euch und ich würde mich sehr über Kommentare freuen.


LG cheli24 (Marga




~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Kapitel 2


Unverhofftes Wiedersehen




Das darf doch nicht wahr sein.
Grinsend stand der Mann vor ihr, mit dem sie noch vor wenigen Minuten ein hitziges Wortgefecht ausgetragen hatte. Sie hatte nicht damit gerechnet, ihn so schnell wiederzusehen. Was macht er denn hier bei Daddy? Er wird doch hoffentlich nicht...

Bild

Sie hatte die leise Hoffnung, dass er sich möglicherweise gar nicht zu erkennen geben würde. Doch augenblicklich ertönte auch schon ein belustigendes: „Oh, wir hatten bereits das Vergnügen“ und der Schönling zog dabei grinsend eine Augenbraue nach oben.

Bild

Eric sah seine Tochter neugierig an, während diese nur kurz mit den Schultern zuckte. "Ihr kennt Euch?", fragte er überrascht, während Trish sich bereits dem Älteren der beiden Herren zuwandte. Dieser stellte sich ihr als Henry Fairchild vor, ein alter Freund und neuer Geschäftspartner ihrer Eltern. Lächelnd sah er sie an und sagte anerkennend: „Aus dem kleinen Mädchen von damals ist eine hübsche junge Frau geworden. Sie werden sich vermutlich nicht mehr an mich erinnern, Miss Hudson. Sie waren häufig im Büro Ihres Vaters, als Sie noch klein waren und haben sich unter seinem Schreibtisch versteckt, wenn er Geschäftsbesuch hatte." Er sah Eric Hudson an, während er fortfuhr: "Kannst Du Dich noch daran erinnern?" Dieser lachte und sagte: "Oh ja, nur zu gut."

Doch noch ehe er ihre Kleinmädchenstreiche detailliert schildern konnte, sah Trish ihren Vater ermahnend an. Aber sie hatte nicht mit Fairchilds Redseligkeit gerechnet und so fuhr dieser fort: "Einmal hatten Sie mir an meinen Schuhen die Schnürsenkel geöffnet und diese miteinander verknotet." Hell lachte er auf, als er sich daran zurück erinnerte. "Ich hatte es nicht bemerkt und hätte mich beim Aufstehen fast hingelegt. Schön, Sie nach so vielen Jahren wiederzusehen.“ Trish streckte ihm schnell die Hand entgegen, bevor er in weiteren Erinnerungen schwelgen konnte. "Sehr erfreut, Mr. Fairchild. Aber das ist schon zu lange her, als dass ich mich noch daran erinnern könnte."

Bild

Aus dem Augenwinkel spürte sie den Blick des jungen Mannes auf sich ruhen, der während den Worten Henry Fairchilds von einer Backe zur anderen gegrinst hatte. Sein Blick hatte Bände gesprochen, als hatte er sagen wollen: "so eine waren Sie also".


Bild

Schnell wechselte sie das Thema. "Ich habe kürzlich einen Artikel über Ihr Unternehmen gelesen, der sehr vielversprechend geklungen hatte. Demnach wollen Sie also expandieren?" Fragend sah sie ihn an. "Ja, mir schwebt etwas überregionales vor. Bislang sind wir nur entlang der Ostküste vertreten. Aber es freut mich, dass der Artikel Ihnen gefallen hat."

Plötzlich deutete er auf den jungen Mann an seiner Seite. „Das ist übrigens mein Sohn Kyle“.


Bild

Er hatte einen festen Händedruck, so dass sie ein wenig das Gesicht verzog, als sie ihm die Hand gab. Sofort lockerte er daraufhin den Druck, ohne aber ihre Hand dabei los zu lassen. Charmant blickte er Trish in die Augen, während sein Daumen leicht über ihren Handrücken strich. Etwas verwirrt entzog sie ihm daraufhin die Hand. Während Henry Fairchild das Gespräch mit ihrem Vater wieder aufnahm, grinste Kyle sie an. „Sie sind also Patricia, Eric‘ s Tochter. Freut mich sehr, Ihre Bekanntschaft zu machen.“

Bild

Als sie ihn nur stumm ansah, fuhr er bedauernd fort: „Oh, die Freude liegt wohl nur auf meiner Seite. Das ist aber sehr schade. Was muss ein Mann denn machen, um Ihre Aufmerksamkeit zu erregen?“ Kyle lächelte sie charmant an, während sie darauf spitz erwiderte: „Nun, er sollte Manieren haben…“

„…die ich Ihrer Meinung nach nicht habe, oder?“, beendete er den angefangen Satz. „Dabei war ich so bemüht, mein Bestes zu geben.“ Geknickt sah er sie dabei an und tippte sich mit dem Zeigefinger an die Schläfe.

Bild

Trish blickte ihn herausfordernd an und sagte: „Tja, wenn das vorhin auf dem Parkplatz schon Ihr Bestes war, dann will ich nicht wissen…“

Abrupt verstummte sie, als Kyle dicht an sie herantrat, so dass sein markantes Aftershave ihre Nase kitzelte. Lächelnd fragte er „Ja? Nur keinen Zwang, sprechen Sie sich ruhig aus." Trish war die Situation auf einmal unangenehm. Verwirrt versuchte sie seinem Blick auszuweichen und suchte nach passenden Worten. Doch noch ehe sie etwas sagen konnte, fragte er neugierig: "Wie hätte ich mich Ihnen denn präsentieren sollen? Geben Sie mir mal einen Tipp.“ Trish wollte gerade etwas darauf erwidern, als ihr Vater Kyle zu sich rief.


Bild

„Schade“, meinte er bedauernd. „Wir müssen unser Gespräch leider beenden. Aber ich hoffe, wir können es bald fortsetzen. Sie schulden mir noch eine Antwort, Beauty“, zwinkerte er ihr zu, ehe er sich wieder zu seinem Platz begab. Während er Erics Worten lauschte, spürte er ihren Blick im Nacken und ein wohliger Schauer durchlief ihn. Die Frau hatte etwas an sich, das ihm gefiel. Sie war sehr attraktiv, temperamentvoll und nicht auf den Mund gefallen. Das hatte er schon auf dem Parkplatz zu spüren bekommen. Er mochte selbstbewusste Frauen, die schlagfertig waren und sich nicht unterkriegen ließen.

Während Kyle sich mit ihrem Vater unterhielt, gab es Trish die Gelegenheit, ihn etwas genauer unter Augenschein zu nehmen. Er war älter als sie, ca. Ende 20, Anfang 30, hatte markante Gesichtszüge, trug einen 3-Tage-Bart, kurze braune Haare, hatte stechend blaue Augen und schmale Lippen. In dem beigen Anzug, der ihm hervorragend stand, sah er unglaublich attraktiv aus.


Bild

Kyle musste ihre Blicke wohl bemerkt haben, denn abrupt wandte er seinen Kopf in ihre Richtung und sah sie amüsiert an, als wolle er fragen „Na, zufrieden, mit dem was Sie gesehen haben?“ Sie verspürte ein leichtes Kribbeln in ihrer Magengegend und versuchte, seinem intensiven Blick standzuhalten.

Das Klingeln ihres Handys beendete jedoch den Blickkontakt mit Kyle. Sie warf einen kurzen Blick auf das Display.
Priscilla. Mist. Sie will bestimmt wissen, wo ich bleibe.

Bild

„Hi Cilly, bei mir wird es etwas später, bin noch bei meinem Dad im Büro. Geht schon mal eine Weile vor, ich melde mich dann.“ Mit einem Tastendruck beendete sie das Gespräch und ging zu den beiden Herren, um sich zu verabschieden. Ihr Vater kam auf sie zu und wünschte: „Viel Spaß Kleines, bis heute Abend.“

Bild

An Kyles Vater gewandt, sagte sie charmant: „Bitte entschuldigen Sie mich vielmals, Mr. Fairchild. Es hat mich sehr gefreut, Sie kennenzulernen.“ Fairchild sen. gab ihr galant die Hand und erwiderte: „Die Freude war ganz meinerseits, Miss Hudson“, um dann wieder Platz zu nehmen.

Bild

Kyle war ebenfalls aufgestanden und ging mit ihr einige Schritte zur Tür. Während er ihre Hand in seine nahm, um sich von ihr zu verabschieden, beugte er sich ein weg vor, um leise zu sagen: „Aaaah, die kleine Wildkatze kann ja richtig nett sein, wenn sie will.“

Bild

Erstaunt zog sie eine Augenbraue nach oben, während sie ihn ansah und säuselte: „Richtig erkannt. Die Betonung liegt aber auf „kann“, Mr. Fairchild. Und glauben Sie mir, Sie wollen mich nicht erleben, wenn das Gegenteil der Fall ist. Ich weiß mich sehr gut zu wehren.“ Sie spürte seinen Atem auf ihrer Wange, als er ihr zuraunte: „Also, wenn dies eine Einladung sein sollte, dann nehme ich die Herausforderung gerne an. Ich weiß kleine Wildkätzchen durchaus zu zähmen. Ach und nennen Sie mich doch bitte Kyle, Patricia.“ Süffisant lächelte er sie an. Doch Trish dachte gar nicht daran, klein bei zu geben. Was er konnte, das konnte sie schon lange.

Bild

„So, meinen Sie? Na hoffentlich haben Sie eine kratzfeste Weste und einen Gesichtsschutz dabei. Wäre doch schade um ihr hübsches Gesicht, so mit roten Kratzspuren versehen...“

Sein Blick glitt zu ihren gepflegten, langen Nägeln, um dort kurz zu verweilen, während er ganz dicht an sie herantrat. „Vielleicht stehe ich ja auf Frauen, die mir mit ihren Fingernägeln über das Gesicht kratzen.“ „Wie… nur das Gesicht? So einfallslos? Jetzt enttäuschen Sie mich aber.“ Herausfordernd schaute sie Kyle an. „Hm… es gibt auch noch andere Stellen.“ „Ach … und welche?“ Unwillkürlich sah sie auf seine breite Brust. „Finden Sie es doch heraus. Ich gebe Ihnen dazu gerne Gelegenheit.“

In seinen Augen blitze es amüsiert auf. Erst jetzt wurde Trish bewusst, dass sie mit Kyle flirtete.


Bild

Ihre rechte Augenbraue nach oben ziehend, sagte sie, ohne den Blick von ihm abzuwenden: „Das tut mir jetzt aber sehr Leid für Sie. Hätte ich Bedarf, würde ich vielleicht darauf zurückkommen. Aber so notwendig habe ich es dann doch wieder nicht. Dennoch vielen Dank für die großzügige Einladung. Ich wünsche noch einen schönen Tag, …Mr. Fairchild.“

Bild

Kyle hob die Hand und fuhr mit dem Zeigefinger ihre Wange entlang, während er ihr leise zuraunte: „Feigling… ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, Beauty.“ Leicht irritiert drehte sie sich demonstrativ auf dem Absatz um und flanierte Richtung Tür.

Bild

Seinen Blick im Rücken spürend, wandte sie sich noch einmal um, während sich ihre Augen erneut trafen. Trish wurde es heiß und sie öffnete energisch die Tür zum Flur.

Bild

Aber auch Kyle konnte nicht den Blick von ihr wenden. Jeder ihrer Schritte beobachtend, wartete er so lange, bis sie zur Tür hinausging. Und irgendein Gefühl sagte ihm, sie würde sich noch einmal umdrehen. Ehe sie die Tür hinter sich schloss, wandte sich Trish noch einmal zu ihm um.

Und da war dieser eine Blick… Lange sahen sie sich an, bis die Tür endgültig ins Schloss fiel.


Bild


Kapitel 3 folgt

Benutzeravatar
hafuhga
Foren-Guru
Beiträge: 666
Registriert: 19.05.2015, 23:27
Hat sich bedankt: 1910 Mal
Danksagung erhalten: 1386 Mal

Re: Schatten der Vergangenheit

Beitrag von hafuhga » 23.06.2015, 00:58

Was war das eben???!!!! :shock: :shock: :shock:
Wie die zwei auf einander trafen ist nicht zu fassen! Beide müssen wohl vergessen haben dass noch andere im Raum waren ... sie hatten nur Augen für einander und wie die Sprüche flogen und Kyle Finger sich selbständig gemacht haben war ja der Hammer!
Huff, so ein Treffen gibt es nicht oft ... keine redete um den heißen Brei sondern ... naja ... :oops:
Kyle scheint an Frechheit Trish hinter zu stehen, ... er hat sie gereitzt bis zum geht nicht mehr. Sie hielt sich natürlich nicht zurück. Ach es wird lustig sein die Beide zu beobachten. Man kann bereits sehen dass sie sehr gut zu einandern passen. Ein Traumpaar.
Aber während Kyle sofort versucht hat Trish zu erobern, zeigte sich abgeneigt zu seine Sprüche und Fingerübungen. Gleichgültig war sie keinesfalles ... sie braucht wohl mehr Zeit, auch wenn sie ihn bereits sehr attraktiv findet. :herz2
Sehr sehr heiß die Folge... wenn ich denke dass dies erst der Anfang ist, ... deine Bilder ensprechen wie gehabt, ganz genau der Text und Gesichtsausdrücke hast du perfekt erwischt... suuuuper! :bravo

Zurück zu „Foto-Storys (Sims 3)“