Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

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cheli24
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Re: SdV2 - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von cheli24 » 14.01.2019, 01:13

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!




Hallo zusammen, :winken

tja, mit diesem Kapitel läuten wir das Ende einer meiner Lieblingsstoryline der 1. Staffel ein. :winken Mehr verrate ich dazu noch nicht. Diese Kapitel werden aus Storytechnischen Gründen nicht so lange sein, wie die letzten Kapitel. Bis zu meinem Urlaub werden voraussichtlich noch zwei Kapitel folgen. Danach gibt es eine kleine Pause. Ich hoffe aber, dass ich recht zügig weitermachen kann.

So, nun wünsche ich aber viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel.


LG cheli24 (Marga)


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Kapitel 17 - Geständnis -



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Es war schon um die Mittagszeit, als Trish und Kyle mit einem Tag Verspätung endlich in Bridgeport angekommen waren. Ihr ursprünglicher Flug am vorgestrigen Abend war kurzfristig wegen einer Schlechtwetterfront über weite Teile des Mittleren Westens gecancelt worden. Erst gegen acht Uhr am Morgen war der Flugverkehr in Richtung Ostküste wieder freigegeben worden. Es hatte jedoch mehr als zwei Stunden gedauert, ehe die Maschine in Lucky Palms endlich abheben konnte, da sich ein großer Stau auf dem Flugfeld gebildet hatte. Nach und nach mussten die Starts der Maschinen auf den Startbahnen abgefertigt werden. Ihr Flug war einer der letzten gewesen. Aber auch in Bridgeport sollte das Wetter umschlagen. Für den Nachmittag hatte der Wetterdienst ergiebigen Regen vorhergesagt, örtlich zum Teil mit heftigen Unwettern.

Nach rund einstündiger Fahrt vom Flughafen hielt das Taxi vor dem Hause der Fairchilds. Nachdem Kyle den Fahrer entlohnt hatte, lud er seine Tasche in seinen Wagen, der in der Garage stand und betrat schließlich gemeinsam mit Trish sein Elternhaus. Es war das erste Mal seit Marlena, dass er wieder eine Frau mit zu seinen Eltern brachte. Charlene war diese Ehrung bislang nicht zuteil geworden.

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Trish blieb jedoch nur zu einer Tasse Kaffee, denn es stand ihr noch der schwere Gang zu ihren Eltern bevor. Während sie sich Maureen' s Freude sicher sein konnte, hatte sie keine Ahnung, wie ihr Vater auf ihr Erscheinen reagieren würde. Nachdem sie sich von Kyle' s Eltern verabschiedet hatte, trat dieser mit Trish vor die Tür.

Aufmunternd meinte er: „Nur Mut, Trish. Dein Vater freut sich sehr, Dich wieder zu sehen. Das hat er mir vor meiner Abreise noch zugesichert.“ Er umarmte sie freundschaftlich, ehe sich Trish auf den Weg begab.

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Die Häuser ihrer beider Eltern lagen nicht weit voneinander entfernt. Nur wenig später stand sie vor ihrem Elternhaus, das sie seit ihrem Rauswurf im Spätsommer des letzten Jahres, nicht mehr betreten hatte. Etwas zögernd drückte sie auf den Klingelknopf und trat einige Meter zurück, während sie mit klopfenden Herzen wartete. Augenblicklich öffnete sich die große Glastür und ihr Vater kam schnellen Schrittes auf sie zugelaufen. Schweigend sah er seine Tochter an und zog sie schließlich weinend in seine Arme. Minutenlang hielten sie sich beide umklammert, während er leise schluchzte.

„Da bist Du endlich. Ich freue mich so, Dich wiederzusehen. Du hast mir so sehr gefehlt, mein Schatz.“

„Du mir auch, Daddy.“ Eng schmiegte sie sich an ihn und genoss die Vertrautheit, die sie so vermisst hatte.

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„Trish, es tut mir so leid, was passiert ist. Wenn ich es rückgängig machen könnte... Aber die Tatsache, Dich ausgerechnet an die beiden Menschen verloren zu haben, die ich...“ Eric atmete schwer, während er Minuten später seiner Tochter am Esstisch gegenüber saß. „Es war nicht die alleinige Schuld Deiner Mum, musst Du wissen. Ich selbst habe sie mit meiner Gleichgültigkeit erst in Carlo‘ s Arme getrieben. Ich hatte damals nicht gewusst, dass die zwei sich von früher kennen und einen Sohn miteinander haben. Das habe ich erst von Deiner Großmutter in einem Brief erfahren, den sie mir vor drei oder vier Jahren geschrieben hatte. Vielleicht wäre es besser gewesen, wir hätten erst gar nicht geheiratet. Aber dann hätte ich nie eine solche Tochter wie Dich bekommen, mein Schatz. Wenn Deine Mum und ich eines gut hinbekommen haben, dann bist das Du.“

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„Warum hatte es mit Dir und ihr nicht funktioniert, Dad? Ihr habt Euch doch bestimmt einmal geliebt. Ansonsten hättet Ihr doch nicht geheiratet.“ Neugierig sah Trish ihren Vater an.

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„Nun ja, Anjelica war eine sehr leidenschaftliche Frau, für die...“

Er hüstelte etwas verlegen, so dass ihm Trish auf die Sprünge verhalf: „Du meinst, für die Sex sehr wichtig war.“

Eric nickte mit leicht geröteten Wangen. „Ja. Für mich war das eher zweitrangig. Nicht, dass ich sie nicht geliebt hätte. Doch, das hatte ich damals schon. Aber nachdem Du auf der Welt warst, sah ich es nur noch als eine Art Pflicht. Ja, ich weiß, es ist bescheuert. Aber damals hatte ich es so gesehen. Erst mit Maureen hatte sich das geändert.“

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„Und Anjelica hatte dann also Trost bei Carlo gesucht?“

Eric lehnte sich zurück und sah Trish traurig in die Augen. „Trish, was ich Dir jetzt erzähle, glaube mir, darauf bin ich nicht stolz und eigentlich hätte mich Anjelica auch anzeigen können. Ich hatte Glück, dass sie es nicht getan hatte.“

„Was ist passiert, Dad?“

Schließlich erzählte er ihr stockend von den Streitigkeiten, die seine Exfrau und er damals ausgetragen hatten. Dass er sie geschlagen hatte, erwähnte er ebenso, wie den Rauswurf aus dem Haus, der die Ehe der Beiden schließlich beendet hatte.

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„Ich hätte das nicht tun dürfen und schon gar nicht, sie aus dem Haus zu werfen und ihr den Umgang mit Dir gerichtlich zu untersagen. Es war nicht ihre Schuld, dass sie Dich verlassen hatte. Ich alleine habe das zu verantworten.“

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Es blieb lange still, jeder schien seinen eigenen Gedanken nachzugehen, ehe Trish plötzlich fragte: „Dann ist sie also zu Carlo gezogen?“

„Ja. Er hatte eine Zeitlang mit Fabio in Bridgeport gewohnt und ist nur wegen Anjelica hierhergekommen. Ich war wütend, als ich davon erfahren hatte. Ich wollte nicht, dass Du bei Carlo aufwächst. Also hatte ich mir einen Anwalt genommen, um das alleinige Sorgerecht anzustreben. Sie wiederum hatte auch einen eingeschaltet und es ist zwei, drei Monate zwischen den Anwälten hin und her gegangen. Ich hatte mich schon auf eine Verhandlung eingestellt, als ich plötzlich ein Schreiben meines Anwaltes bekommen hatte, das Verfahren wäre eingestellt geworden, Anjelica hätte auf das Sorgerecht verzichtet. Bis heute weiß ich nicht, warum. Sie hatte mir nie den Grund genannt und gefragt hatte ich sie nicht. Unmittelbar darauf muss sie dann wohl die Stadt verlassen haben. Zumindest hatte ich danach nichts mehr von ihr gehört, bis...“ Er brach schweigend ab.

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„... sie als Tante Audrey wieder aufgetaucht ist“, vervollständigte Trish den Satz.

„Ja“, stimmte Eric ihr zu. „Als ich davon erfahren hatte... Es war falsch gewesen, Trish. Ich hätte die Vergangenheit ruhen lassen und auf sie zugehen sollen. Stattdessen habe ich ihr mit Konsequenzen gedroht, sollte sie Dich noch einmal treffen. Trish, mein Schatz. Das tut mir alles so leid. Aber eins musst Du mir glauben, ich habe Dich immer geliebt und das wird sich auch nie ändern. Du bist doch mein Ein und Alles. Maureen und ich konnten keine Kinder bekommen, umso glücklicher bin ich, dass es Dich gibt.“

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„Ich auch. Aber Dad, ich werde nachher zu Carlo gehen. Es gibt da Lücken in meiner Erinnerung... Ich komme damit einfach nicht zurecht. Ich hoffe, Du hast dafür Verständnis.“

Auch wenn ihm diese Ankündigung nicht recht war, so wusste Eric aber auch, dass er es Trish nicht verbieten konnte.

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„Ja, ich kann Dich verstehen“, meinte er deshalb auch nur lapidar, während er sie durchdringend ansah und schließlich fragte: „Aber mal etwas anderes. Kyle? Was ist mit ihm und Dir? Ich meine, ich möchte nicht wissen, was zwischen Euch war. Das hat er mir bereits erzählt, als er hier bei mir war. Ich hatte ein ausführliches Gespräch mit ihm. Er ist ein sehr netter junger Mann. Nun ja, er müsste nicht Henry und Caroline‘ s Sohn sein. Mein Schatz, wenn jemand tausend Kilometer weit fliegt, nur um Dich zu suchen, dann tut er das nicht aus einer Laune heraus. Der Mann liebt Dich wirklich. Das habe ich sofort gespürt. Und Du liebst ihn doch auch. Hm?“

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Es dauerte lange und ihre Worte waren sorgfältig überdacht, als sie erwiderte: „Es ist nicht so einfach, Dad und...“ Ein tiefer Seufzer war zu hören. „Nach allem, was ich ihm angetan habe... Ich hatte ihm nicht geglaubt und vertraut. Das ist das Schlimmste in einer Beziehung. Wobei man davon gar nicht sprechen kann, denn wir hatten nur ein paar glückliche Tage in Monte Vista. Ich brauche einfach ein wenig Abstand, muss in Ruhe nachdenken, wie es weitergehen soll. Das alles ist wie eine Lawine über mich hereingebrochen. Die Tatsache, dass Fabio mein Halbbruder ist, dass Kyle gar nicht verlobt war und... Ja. Das war alles zu viel. Danach werden wir weitersehen. Und ich habe ja auch noch einen Job und kann nicht so einfach dort weg.“

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„Das verstehe ich ja alles, mein Schatz. Aber was kommt danach? Willst Du denn für immer in Lucky Palms bleiben? Welche Pläne hast Du?“

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„Nein. Für immer werde ich bestimmt nicht drüben bleiben. Mein Vertrag läuft noch ein halbes Jahr. Danach könnte ich mir vorstellen, zurückzukommen. Aber ich werde nichts planen. Es kommt ja meistens doch anders als man denkt.“

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„Na schön. Es ist Deine Entscheidung. Ich will Dir da nicht hineinreden. Aber warte nicht zu lange, sonst bereust Du es vielleicht irgendwann. Kyle ist ein attraktiver Mann und eine gute Partie ist er allemal. Er ist noch jung und wird bestimmt nicht ewig alleine bleiben wollen.“ Er legte eine kurze Pause ein, ehe er fortfuhr: „Du hast Kontakt zu Anjelica.“

Es hatte mehr nach einer Feststellung als nach einer Frage geklungen, so dass Trish ihren Vater erstaunt ansah. „Ich habe seit sie weggegangen ist, nichts mehr von ihr gehört. Also kann ich Dir auch nicht sagen, wo sie ist oder wie es ihr geht. Nein, ich weiß es nicht.“

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„Nun ja, es geht mich ja auch nichts an. Aber was versprichst Du Dir eigentlich von dem Gespräch mit Carlo? Warum willst Du ihn unbedingt sprechen?“

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„Ich habe einige Erinnerungen an damals, die recht verschwommen sind. Ich weiß nicht, ob es die wirklich gibt… Und außerdem… Dad, es kann doch kein Zufall gewesen sein, dass ich in Monte Vista ausgerechnet auf Anjelica getroffen bin. Ich habe da ein paar Fragen, die mir nur Carlo beantworten kann.“

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„Ich denke, dass es die richtige Entscheidung ist, Trish“, meldete sich plötzlich Maureen, die gerade aus der Küche gekommen war. „Es kann nicht schaden, Eric. Lass‘ sie, unser Mädchen weiß, was sie tut. Meine Unterstützung hast Du auf jeden Fall, Liebling.“

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Maureen nahm ebenfalls am Esstisch Platz und richtete den Blick auf ihre Stieftochter, die sie zuvor schon freudestrahlend begrüßt hatte: „Ist Anjelica denn auch hier?“

Trish zuckte mit der Achsel. „Dad hat mich das auch schon gefragt. Ich weiß es nicht, Mum. Aber ich werde es ja dann erfahren.“ Trish richtete ihren Blick auf die Räumlichkeiten und sagte schließlich: „Es sieht viel gemütlicher aus, als damals. Wer hatte denn die Idee dazu?“

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Maureen lachte hell auf. „Du kennst doch Deinen Dad, Trish. Mit Engelszungen habe ich auf ihn einreden müssen. Ich konnte dieses kalte Weiß einfach nicht mehr sehen. Wozu habe ich Innenarchitektur studiert? In zwei Wochen waren wir mit allem fertig.“

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„Unnötig, wenn Du mich fragst“, grummelte Eric. „Spätestens in zwei Jahren wollen wir nach New Sunset Valley ziehen und dann können wir nochmal anfangen.“

„Ach, Du. Noch sind wir aber hier.“

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„Gibt es denn schon konkrete Pläne?“, wollte Trish neugierig wissen, der bekannt war, dass ihre Eltern ihren Lebensabend nicht in Bridgeport verbringen wollten.

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„Dein Cousin macht sich schon sehr gut. Aber er braucht noch ein wenig Zeit. Spätestens in zwei Jahren werde ich die Firma an ihn übergeben. Im nächsten Jahr werde ich deshalb nur noch beratend tätig sein und mich in den Hintergrund zurückziehen“, klärte Eric seine Tochter auf. „In zwei Monaten beginnt der Bau. Wenn möglich, wollen wir das Haus in etwa so wie unser jetziges. Nur nicht so groß. Ich denke ja nicht, dass Du bei uns wohnen möchtest. Was aber nicht heißen soll, dass wir kein Zimmer für Dich einrichten werden oder auch eine kleine Wohnung, wenn Du magst.“

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„Das ist lieb von Dir. Aber vorerst ist es kein Thema. Vielleicht später einmal. Aber ein Zimmer genügt. Wer weiß, vielleicht ziehe ich irgendwann auch nach New Sunset Valley. Ist eine sehr schöne Gegend. Eine Freundin hatte mal dort gewohnt.“

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Nachdem sie sich noch ein wenig mit ihren Eltern unterhalten hatte, ging sie nach oben, um sich ein wenig frisch zu machen und umzuziehen. Anschließend rief sie Kyle an, um ihn zu fragen, ob er sie denn zu Carlo begleiten könne.


***


Nur eine Stunde später stand sie gemeinsam mit Kyle vor dem Vincenti-Anwesen. Über sechs Monate war es nun her, seit sie die Villa in einer Nacht- und Nebelaktion verlassen hatte. Seitdem hatte sie nichts mehr von Carlo gehört, auch ihre Mutter hatte sich nie bei ihr gemeldet. Warum auch? Schließlich hat sie ja bekommen, was sie wollte, dachte Trish enttäuscht.

Kyle trat auf Trish zu und fragte leise: „Bist Du soweit?“

Sie nickte mit ernstem Gesichtsausdruck. „Ja, lass‘ uns rein gehen.“ Ihre Nervosität und Anspannung konnte sie dabei nicht verbergen. Am liebsten wäre sie umgekehrt. Aber sie musste sich jetzt zusammenreißen, wollte sie endlich die Wahrheit erfahren.

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Kyle hatte seinen Besuch bei Carlo schon angekündigt und auch, warum er mit Trish vorbeikommen wollte. Beherzt stieg er vor ihr die Treppe hinauf, während sie ihm etwas zögernd folgte.

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Höflich gaben sich Carlo und Kyle gleich darauf zur Begrüßung die Hand, während Trish abwartend in der Diele stand. Schließlich ging Carlo auf sie zu. „Schön, Dich wiederzusehen, Trish. Bitte, komm‘ doch herein“, sagte er und bat sie ins Wohnzimmer.

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Trish erwiderte nichts darauf und gab ihm etwas verhalten die Hand, während sie zusammen mit Kyle auf dem Sofa Platz nahm. Sie hatte sich während der langen Wartezeit auf ihren Rückflug den Kopf zermalmt, was sie Carlo fragen wollte und nun, wo er vor ihr saß, war darin nur eine gähnende Leere.

Carlo war es schließlich, der das Gespräch begann: „Kyle hat mir bereits mitgeteilt, dass Du das mit Fabio weißt. Jelica und ich... Es tut mir sehr leid. Wir hätten es Euch sagen müssen.“

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Vorwurfsvoll antworte Trish: „Ja, das hättet Ihr tun müssen. Ich verstehe es nicht. Aber ich werde Euer Handeln eh nie verstehen. Weiß Fabio es denn schon?“

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„Ja, er hat es gestern erfahren.“

„Und... wie hat er reagiert?“

Carlo schloss müde die Augen. „Ähnlich wie Du.“

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„Nun, was hast Du erwartet? Weisst Du, was ich einfach nicht verstehe? Du hast von unserer Freundschaft gewusst und dass ich Fabio' s beste Freundin bin. Ist Dir dabei nie in den Sinn gekommen, es könnte mehr sein? Es hätte schließlich passieren können. Hättet Ihr uns dann erzählt, dass wir Halbgeschwister sind?“ Sie wartete seine Antwort erst gar nicht ab, sondern fügte rasch hinzu: „Aber deshalb bin ich nicht hier.“

„Sondern?“ Carlo sah sie fragend an.

Trish atmete tief ein. „Carlo, ich bin vor allem deswegen zu Dir gekommen, weil ich Fragen habe, die nur Du mir beantworten kannst.“

Neugierig musterte Carlo die junge Frau und sagte schließlich: „Okay. Was willst Du wissen?“

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„In meinen Erinnerungen tauchen Bilder auf, die ich nicht zuordnen kann. Ich sitze mit einem Jungen in einem Zimmer und wir spielen. Da ist eine große Terrasse, auf die wir aber alleine nicht dürfen. Gibt es diese Bilder wirklich oder sind sie nur meiner kindlichen Fantasie entsprungen?“

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Carlo seufzte auf. „Ich nehme an, dass Du mein Loft meinst, dass ich kurzzeitig mit Fabio bewohnt hatte. Du warst oft mit Deiner Mutter bei uns zu Besuch. Fabio und Du, Ihr seid ein Herz und eine Seele gewesen. Du hast immer mit ihm gespielt, wenn Deine Mum bei mir war. Die Terrasse durftet Ihr nicht betreten, das hatten wir Euch verboten, da es zu gefährlich war.“

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„Dann ist der Junge aus meiner Erinnerung also Fabio?“ Nachdenklich sah Trish Carlo an, ehe sie weitersprach: „Weißt Du, was mir einfach nicht in den Kopf will?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, fuhr sie fort: „Ihr liebt Euch, Ihr hasst Euch, Ihr schlaft miteinander, der Eine will den Anderen umbringen... Welche Art von Liebe ist das zwischen Euch? Sag‘ es mir, damit ich es verstehen kann. Warum hast Du so auf die Ehe mit mir gedrängt? War es Rache oder sollte ich nur ein Ersatz für sie sein? Wolltest Du ihr das nehmen, was sie am meisten liebte? War es das, Carlo? Hast Du mich deshalb geheiratet, um Dich an meiner Mum zu rächen?“

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Unbewusst war sie immer lauter geworden und ihr Zorn auf Carlo angestiegen. Nur mühsam hatte sie sich beherrschen können, nicht auf ihn loszugehen, während sie ihn anklagend ansah: „Wer bin ich denn? Bin ich ein Niemand, eine Person, auf die man herumtreten kann, wie einem beliebt? Du kennst mich von Kindesbeinen an. Es gibt Bilder in meiner Erinnerung, da lache ich mit einem Mann, der mich Huckepack trägt, der mir Geschichten erzählt, der mich tröstet, wenn ich hingefallen bin. Es war nicht mein Dad, das warst Du. Hab‘ ich Recht? Ich habe Dich „Zion“ Onkel genannt. Wie kannst Du mir dann Jahre später so etwas antun wollen? Ich verstehe das einfach nicht. Kann Liebe denn so zerstörend sein?“

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Bestürzt unterbrach Carlo sie: „Ich erwarte nicht, dass Du mir verzeihst, Trish. Es war eine Art Hassliebe zwischen Deiner Mutter und mir. Nicht von Anfang an, denn ich hatte sie wirklich sehr geliebt und ich liebe sie immer noch. Wir konnten nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander sein. Ich habe mit Deiner Mutter geschlafen, während meine Frau nur zwei Zimmer weiter ahnungslos in ihrem Bett gelegen hatte. Nachdem Dein Vater sie geschlagen hatte, wollte ich, dass sie mit Dir zu uns kommt. Ich wollte endlich eine Familie mit ihr und, dass Fabio und Du gemeinsam miteinander aufwachsen könnt. Ich hatte sie angefleht, Eric zu verlassen. Aber sie hatte es nicht getan. Noch schwerer hatte mir jedoch ihre krankhafte Eifersucht zu schaffen gemacht. Und dann hatte ich einen schweren Fehler begangen und sie dadurch für immer verloren.“

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Entsetzt riss Trish die Augen auf. Deshalb hat mir Dad davon erzählt. Er muss geahnt haben, dass Carlo es mir sagen wird. Er liebt Anjelica also immer noch. Aber warum hat er dann mich geheiratet? Ich verstehe das nicht. Dafür muss es doch einen Grund geben. Plötzlich wünschte sie sich weit weg von hier. Sie wollte das alles nicht mehr hören und wäre am liebsten weg gerannt. Aber sie musste und wollte endlich die ganze Wahrheit erfahren. So zwang sie sich, ihm weiter zuzuhören.

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„Trish, wahrscheinlich hätte ich das alles verdrängen können, wenn sie nicht im letzten Jahr zurückgekommen wäre, um mich zu vernichten. Ich habe einen Entschluss gefasst und werde in zwei Tagen Bridgeport für immer verlassen und in meine Heimat Monte Vista zurückkehren. In einer Stunde treffe ich Deine Mum und werde sie fragen, ob sie mitkommen will. Ob sie bereit ist, mir eine zweite Chance zu geben und den Lebensabend mit mir zu verbringen.“

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Trish spürte, wie sich alles in ihr verkrampfte und schluckte schwer. Die Nachricht, dass Carlo sich mit ihrer Mutter treffen wollte, versetzte ihr einen Stich. Es tat ihr mehr weh, als sie es sich eingestehen wollte. Seit Anjelica aus Bridgeport verschwunden war, hatte sie kein Lebenszeichen mehr von ihr gehört. Trish hatte ihr eine kurze SMS geschrieben, auf die sie jedoch nie geantwortet hatte. Ihre Stimme klang dementsprechend enttäuscht, als sie Carlo fragte: „Mum ist also hier?“

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Carlo nickte: „Ja, das ist sie. Ich bin mir sicher, dass sie sich noch mit Dir treffen wird. Trish, würdest Du uns einen Moment entschuldigen? Ich muss da noch etwas mit Kyle besprechen.“

Er erhob sich und ging auf Kyle zu. „Kyle, ich würde gerne mit Ihnen reden. Es ist wichtig. Trish, wir sind gleich wieder zurück.“

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Erstaunt stand Kyle auf und folgte Carlo in dessen Arbeitszimmer, während Trish ihnen verwundert hinterher sah. Was hatte das jetzt wieder zu bedeuten?

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Kapitel 18 folgt...

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 16.01.2019, 14:31

Hallo Marga! :winken02

So, dann woll´n wir mal…

Aaaaaaaaaaaaah, Trish und Kyle… :freu2


Es war das erste Mal seit Marlena, dass er wieder eine Frau mit zu seinen Eltern brachte. Charlene war diese Ehrung bislang nicht zuteil geworden.
Na, das ist aber auch gut so!!! Dieses hinterhältige verlogene Biest hätte so etwas auch nicht verdient! :schimpfen

Ach ist das schön, Vater und Tochter so zu sehen! :herz2 Mir selbst stiegen Tränen der Rührung beim lesen und Bilder betrachten in die Augen; ganz ehrlich. Ich freu mich so! Für Trish, Kyle, Trish´s Vater incl. Maureen, die ihr immer wie eine echte Mutter – jedoch besser als ihre echte Mutter – war! (Klar, ich kenne jetzt den ganzen Hintergrund, aber trotzdem…)

Also, Eric´s Worte klingen wirklich merkwürdig. Ein Mann, für den Sex zweitrangig ist und diesen nur als eine Art Pflicht sah? Hm… Bild Aber soll´s scheinbar auch geben.
Ah ok, mit Maureen hat sich also geändert. Komisch. Bild

Eric spricht endlich Klartext mit seiner Tochter, erzählt ihr endlich alles aus seiner Vergangenheit mit Anjelica und das finde ich wirklich gut. Nur hätte er das, meines Erachtens, schon viel früher tun sollen. Ja, hätte… Bild
Sooooo schön… Die vertraute Familie wieder beisammen: Eric, Maureen und Trish :verliebt:

Man, ich freu mich: Trish ruft Kyle an, um ihn zu fragen, ob er sie zu Carlo begleiten könnte! Also die Tatsache alleine, dass sie ihn anruft und fragt ob er sie begleiten könnte! :verliebt :herz2 :verliebt:

Bei Carlo…
Oh, in Trish´s Haut hätte ich dann lieber doch nicht wirklich nicht stecken wollen, aber zum Glück war ja Kyle bei ihr.
Kyle... Endlich wieder die beiden zusammen, wenn auch noch nicht wirklich! :verliebt:
Aber ich kann Trish verstehen, dass sie noch ein Gespräch mit Carlo wollte.
Trish´s Feststellung zu der etwas merkwürdigen Liebe zwischen Carlo und Anjelica ist wirklich all zu passend, muss ich sagen! :nicken
Und all das, was sie ihm an Worten und Fragen ins Gesicht wirft, ebenfalls. Sie lässt einfach alles raus, was sie bedrückt und zu zerfressen droht und das ist gut so. Bild
Arme Trish! Es war wirklich viel, was sie in der letzten langen Zeit mitmachen musste. Es ist sicher nicht leicht für sie, aber ich hoffe, sie kann das alles bald verdauen und gibt auch Kyle und ihr eine neue Chance. Ja, das würde ich mir so sehr wünschen, denn die beiden gehören einfach zusammen! :verliebt:

So, und jetzt will Carlo also alleine mit Kyle unter 4 Augen sprechen? Hm… Ich glaube, ich wundere mich gerade nicht weniger darüber, als Trish selbst. Bild Ich bin sehr gespannt, was dabei heraus kommt. :freunde01

Und … uuuups, schon wieder zu Ende! Bild


Also… RESPEKT, Marga!!! Das Kapitel war mit soviel Hingabe erarbeitet, ob Text oder Bilder, wirklich der Wahnsinn! Alle Achtung! :daumenhoch1 Es hat mir wieder sehr gut gefallen! Neue Wahrheiten, beantwortete Fragen und und und…
Tja, und jetzt bin schon wieder total auf die nächste Folge gespannt!
Danke dafür, liebe Marga! :hug02


LG Astrid :tippen02
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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SdV2 Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 23.01.2019, 00:55

Hallo Astrid, :winken

bevor es mit einem neuen Kapitel weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder sehr gefreut habe. :bussi2


Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
Hallo Marga! :winken02Es war das erste Mal seit Marlena, dass er wieder eine Frau mit zu seinen Eltern brachte. Charlene war diese Ehrung bislang nicht zuteil geworden.Na, das ist aber auch gut so!!! Dieses hinterhältige verlogene Biest hätte so etwas auch nicht verdient! :schimpfen

Hahaha! Es wäre doch an der Zeit, sie wieder mal auftauchen zu lassen. 17 Kapitel ohne Charlene?! Das geht ja gar nicht. :weinen3:
Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
Ach ist das schön, Vater und Tochter so zu sehen! :herz2 Mir selbst stiegen Tränen der Rührung beim lesen und Bilder betrachten in die Augen; ganz ehrlich. Ich freu mich so! Für Trish, Kyle, Trish´s Vater incl. Maureen, die ihr immer wie eine echte Mutter – jedoch besser als ihre echte Mutter – war! (Klar, ich kenne jetzt den ganzen Hintergrund, aber trotzdem…)

Ja, trotz alledem liebt Trish ihren Vater und in Maureen hatte sie einen echten Mutterersatz gefunden. Aber es freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat. Ich habe lange an den Dialogen gesessen, wie überhaupt in letzter Zeit, wo vieles endlich zur Aussprache kommt.
Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
Eric spricht endlich Klartext mit seiner Tochter, erzählt ihr endlich alles aus seiner Vergangenheit mit Anjelica und das finde ich wirklich gut. Nur hätte er das, meines Erachtens, schon viel früher tun sollen. Ja, hätte
BildSooooo schön… Die vertraute Familie wieder beisammen: Eric, Maureen und Trish :verliebt:


Die vertraute Familie... Mir ist beim Spielen aufgefallen, dass diese kalte Einrichtung so gar nicht zu dem neuen Familienleben der Hudson' s passt. Deshalb habe ich ein bisschen Farbe reingebracht. :grins Ich denke mal, für Eric hätte es nie den passenden Zeitpunkt gegeben. Wäre es nach Maureen gegangen, dann hätte Trish viel früher davon erfahren.
Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
Oh, in Trish´s Haut hätte ich dann lieber doch nicht wirklich nicht stecken wollen, aber zum Glück war ja Kyle bei ihr. Kyle... Endlich wieder die beiden zusammen, wenn auch noch nicht wirklich! :verliebt:


Ja, er wollte sie nicht alleine zu Carlo gehen lassen und hatte es ihr deshalb angeboten. Ist doch sehr nett von ihm. :verliebt: Na ja, schauen wir mal, was noch kommt und ob die Beiden wirklich... Vielleicht lass' ich Trish auch mit Billy zusammenkommen. Obwohl..., was wird dann aus Katie? :weinen2 Nee, die zwei kann ich nicht trennen. Mal sehen, ob sich evtl. noch ein Mann findet. Vielleicht der nette Braunhaarige aus Isla Paradiso. Tim? :sittich Wäre das eine Alternative? :grins
Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
Aber ich kann Trish verstehen, dass sie noch ein Gespräch mit Carlo wollte.


Es sind die vage Erinnerungen, die sie nicht loslassen. Deshalb wollte sie Carlo sprechen.
Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
Trish´s Feststellung zu der etwas merkwürdigen Liebe zwischen Carlo und Anjelica ist wirklich all zu passend, muss ich sagen! :nicken


Sie kommt sich ausgenutzt und verraten vor, nur Mittel zum Zweck gewesen zu sein. Verstehen muss man diese Hassliebe zwischen Carlo und Anjelica nicht wirklich. Das können nur die Beiden. Für Außenstehende klingt es absurd. :durchdrehen
Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
Und all das, was sie ihm an Worten und Fragen ins Gesicht wirft, ebenfalls. Sie lässt einfach alles raus, was sie bedrückt und zu zerfressen droht und das ist gut so. Bild Arme Trish! Es war wirklich viel, was sie in der letzten langen Zeit mitmachen musste. Es ist sicher nicht leicht für sie, aber ich hoffe, sie kann das alles bald verdauen und gibt auch Kyle und ihr eine neue Chance. Ja, das würde ich mir so sehr wünschen, denn die beiden gehören einfach zusammen! :verliebt:


Carlo hat sich angeboten, ihre Fragen zu beanworten und das tut er jetzt auch. Es wäre natürlich schön, wenn die beiden endlich zusammen kämen. Schauen wir mal, was die Zukunft so bringt. Weiß ich es??? :confus2 Jaaa, schon. :grins
Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
So, und jetzt will Carlo also alleine mit Kyle unter 4 Augen sprechen? Hm… Ich glaube, ich wundere mich gerade nicht weniger darüber, als Trish selbst. Bild Ich bin sehr gespannt, was dabei heraus kommt. :freunde01

Und ich bin auf Deine Reaktion gespannt. :daumenhoch2 Was wird Carlo wohl von Kyle wollen? Eine Idee? :sittich
Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
Und … uuuups, schon wieder zu Ende! Bild


Öhhhmm, ja. Ich schätze mal, dass Du mich beim übernächsten Kapitel verfluchen wirst.
Simsi68 hat geschrieben:
16.01.2019, 14:31
Also… RESPEKT, Marga!!! Das Kapitel war mit soviel Hingabe erarbeitet, ob Text oder Bilder, wirklich der Wahnsinn! Alle Achtung! :daumenhoch1 Es hat mir wieder sehr gut gefallen! Neue Wahrheiten, beantwortete Fragen und und und… Tja, und jetzt bin schon wieder total auf die nächste Folge gespannt! Danke dafür, liebe Marga! :hug02


Zunächst einmal, freue ich mich immer riesig, Deine Kommentare zu lesen. :klatschen1 Vielen Dank dafür, auch für die netten Worte, Dein Lob und auch die Gedanken, die Du Dir immer wieder machst, liebe Astrid. :hug02

So und gleich im Anschluss geht es mit einem neuen Kapitel weiter.


LG Marga

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Beiträge: 1206
Registriert: 06.03.2015, 19:51
Hat sich bedankt: 2051 Mal
Danksagung erhalten: 3055 Mal

Re: SdV 2 - Sehnsucht, die nie vergeht

Beitrag von cheli24 » 23.01.2019, 00:59

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!



Hallo zusammen, :winken

kurze Info: aus Storytechnischen Gründen kann es in nächster Zeit immer wieder mal zu unterschiedlichen Kapitellängen kommen. Das geht leider nicht anders. Dies ist auch zugleich das vorletzte Kapitel vor meinem Urlaub.

Dennoch wünsche ich nun viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel, auch wenn es diesmal sehr viel Text beinhaltet.


LG cheli24 (Marga)





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Kapitel 18 - Späte Erkenntnis -




„Bitte, nehmen Sie doch Platz, Kyle.“ Carlo wies auf die Couch, die am Fenster stand.

Kyle nickte und tat, wie geheißen. Etwas argwöhnisch fragte er: „Was wollen Sie mit mir besprechen, Carlo und warum kann Trish nicht dabei sein?“

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Dieser seufzte tief auf, ehe er begann. „Kyle, ich möchte, dass Sie eines wissen. Es ging mir nicht einzig und alleine um Rache oder irgendwelche verletzten Gefühle. Jelica war und ist bis heute meine große Liebe. Aber so sehr ich sie damals auch geliebt habe, so hatte ich sie auch gehasst. Diese Hassliebe ist erst im Laufe der letzten Jahre entstanden, da wir lange keinen Kontakt hatten. Es hatte mit Kleinigkeiten angefangen, die dann immer größer geworden sind und mit denen ich mein schlechtes Gewissen rechtfertigen wollte. Im Nachhinein gesehen hätte ich mich nie auf diesen Deal mit meinen Eltern einlassen dürfen. Fabio hätte bei seiner Mutter aufwachsen müssen oder wir hätten es irgendwie aufgeteilt. Wäre ich damals Manns genug gewesen, dann hätte ich zu ihr gestanden. Gemeinsam hätten wir es schon irgendwie geschafft. Aber meine Eltern waren der Ansicht gewesen, sie wäre mit sechzehn Jahren noch zu jung, um irgendwelche Entscheidungen zu treffen. Es war nicht böse von ihnen gemeint, das sicherlich nicht, denn sie hatten sie gemocht. Aber warum habe ich Jelica nicht gebeten, zu mir zu kommen oder ich wäre zu ihr gegangen? Irgendwie hätten wir das schon geregelt. Stattdessen habe ich sie im Stich gelassen und eine Frau geheiratet, die ich nie geliebt habe. Ich wollte alles auf einmal, Kyle. Einerseits den Wünschen meiner Eltern entsprechen, die sich vor allem auch um unseren guten Namen und Ruf gesorgt hatten und andererseits wollte ich Jelica. Als sie drei Jahre nach Fabio’ s Geburt zum ersten Male wieder in Monte Vista zu Besuch war, hatte ich gewusst, dass ich mir nur etwas vorgemacht habe. Ich liebte sie mehr denn je, nichts hatte sich zwischen uns geändert, auch meine Ehe nicht. Schamlos habe ich mit ihr eine Affäre begonnen, während meine Frau nichts davon geahnt hatte. Das ging einige Jahre so, bis sie Eric kennengelernt hatte. Ich kannte ihn von Yale, wo ich gemeinsam mit ihm und Ihren Eltern war. Es hatte mir schier das Herz gebrochen, als ich von der Hochzeit erfahren hatte. Doch auch danach habe ich mich weiterhin mit ihr getroffen. Wir sind uns zufällig in Starlight Shores über den Weg gelaufen. Sie hatte an einem Aktionärstreffen teilgenommen und ihren Mann vertreten, da Eric zu diesem Zeitpunkt krank gewesen war. Trish war da bereits schon geboren. Kurz danach habe ich mit Fabio Monte Vista verlassen und bin hierher gezogen. Wann immer wir es einrichten konnten, hatten wir uns in meiner Wohnung getroffen. Lange hatten wir die Affäre geheim halten können, bis...“

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Carlo hielt inne und räusperte sich, ehe er fortfuhr: „Eric wollte mich in einem Großprojekt, an dem wir gemeinsam gearbeitet hatten, nicht mehr unterstützen. Das hatte vielerlei Gründe und ich war daran auch nicht schuldlos. Damals hatte ich ohne sein Wissen Enzo DeMarco mit ins Boot geholt. Ihr Vater und Eric jedoch waren von Anfang an dagegen gewesen.“

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Fahrig fuhr er sich durch die Haare. „Hätte ich geahnt, was ich damit heraufbeschwöre, dann hätte ich die Finger davon gelassen. In Eric und Jelica' s Ehe hatte es schon seit langem gekriselt. Bei einer ihrer diversen Auseinandersetzungen ist er gegen sie handgreiflich geworden. Noch am gleichen Abend hatte sie vor meiner Wohnung gestanden. Verzweifelt, hilflos, sie wusste nicht wohin. Ich hatte sie bei mir übernachten lassen und sie gebeten, eine Anzeige gegen Eric zu erstatten. Aber sie wollte nicht, hatte Angst, er würde ihr Trish wegnehmen. Einige Wochen später ist es dann völlig eskaliert, nachdem Eric uns mitgeteilt hatte, aus dem Projekt auszusteigen. Ein paar Millionen Dollar hatten dabei auf dem Spiel gestanden. Wir hatten eine verbale Auseinandersetzung, die in Handgreiflichkeiten geendet hatte. In meiner Wut hatte ich ihm schließlich die Affäre mit seiner Frau unter die Nase gerieben. Eric ist wutentbrannt nach Hause gefahren, um Jelica zur Rede zu stellen. Am nächsten Morgen hatte er sie aus dem Haus geworfen und ihr jeglichen Umgang mit Trish untersagt. Ich hatte Jelica bei mir aufgenommen und in meine Geschäfte eingeweiht. Sie war mir anfangs eine große Hilfe gewesen, doch dann hatte sie sich verändert. Es hatte ihr gefallen, Macht zu haben, diese auszunutzen und das hatte sie gefährlich gemacht. Als ich dahinter gekommen bin, dass sie hinter meinem Rücken intrigiert hatte, hatte ich sie schließlich zur Rede gestellt. Aber da war es schon zu spät gewesen, denn sie hatte bereits einen Verbündeten gefunden, mit dem ich in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet hätte. Der Tag in meinem Büro hatte schließlich alles verändert. Ihre Mutter war mit Katie schwanger gewesen, als sie morgens bei mir erschienen war. Sie wollte mir nur mitteilen, dass sie mit Henry und den Kindern für zwei Jahre nach Riverview zieht. Ich hatte mir nichts dabei gedacht, als ich sie zum Abschied in den Arm genommen hatte. Meine Güte, Ihre Eltern...“ Carlo schüttelte resigniert den Kopf. „Wir kennen uns seit der Uni und sind seitdem Freunde. Tja und dann kam Jelica dazu. Sie war krankhaft eifersüchtig und hatte die Umarmung mit Caroline völlig missverstanden und falsch interpretiert. Außer sich vor Wut hatte sie ihr vorgeworfen, Henry mit mir zu betrügen. Ihre Mutter wollte den Sachverhalt klären, aber Jelica hatte ihr gar nicht zugehört. Schließlich ist Caroline gegangen. Aber Jelica war nicht mehr zu bremsen, wir sind beide beleidigend und handgreiflich geworden und da... Nun ja, ich habe einen unverzeihlicher Fehler begangen. Das war der Anfang vom Ende.“

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Kyle sah ihn Stirn runzelnd an, doch Carlo ging nicht näher darauf ein. „Nach jenem Zwischenfall hatten sich unsere Wege getrennt. Sie ist zu DeMarco gezogen, mit dem sie eine Affäre angefangen hatte. Fortan hatte sie gegen mich gearbeitet und intrigiert und sich schließlich die Schürf- und Bohrrechte angeeignet, das Erbe meiner Eltern. Sie wurde Machtbesessen und hatte schließlich auch DeMarco hintergangen. In einer Nacht- und Nebelaktion war sie plötzlich verschwunden und hatte Eric das alleinige Sorgerecht überlassen. Anfangs hatte ich nach ihr suchen lassen, jedoch ohne Erfolg. Ich kenne bis heute nicht den Grund, warum sie das getan hatte. Trish war ihr Ein und Alles und sie lässt sie einfach bei Eric zurück? Irgendetwas muss da passiert sein.“

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Kyle hatte still den Ausführungen Carlo’s gelauscht und ihn dabei kein einziges Mal unterbrochen. Er hatte ihn noch nie, seit er mit ihm zu tun hatte, so melancholisch und verletzbar erlebt, wie in diesem Moment. Schließlich sagte er: „Jetzt wird mir einiges klar. Das wusste ich nicht. Aber warum dann die Ehe mit Trish? Ich verstehe das nicht, Carlo.“

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Carlo räusperte sich kurz, ehe erwiderte: „Ich wollte Jelica beschützen, sie aber im Glauben lassen, ich würde nur aus Rache so handeln. Trish war anfangs nur Mittel zum Zweck. Nach den Schüssen auf ihre Mutter hatte ich herausgefunden, dass DeMarco zum Zeitpunkt des Anschlags ebenfalls in Monte Vista gewesen war. Durch einige Mittelsmänner hatte ich in Erfahrung gebracht, dass das Attentat in dessen Auftrag stattgefunden haben musste. Jelica steht seit Jahren auf seiner Abschussliste. Einen DeMarco hintergeht oder betrügt man nicht und schon gar nicht, wenn es eine Frau ist. Aus dem Grund wollte ich auch nicht, dass sie nach Monte Vista kommt. Ich fand es einfach zu gefährlich.“

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„Entschuldigen Sie die Zwischenfrage, Carlo. Aber woher wussten Sie überhaupt von ihrem Kommen? Sie haben doch gerade erzählt, Sie hätten gar keinen Kontakt zu ihr gehabt. Wie konnten Sie dann wissen, dass sie nach Monte Vista kommen will?“

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Carlo seufzte auf. „Das war reiner Zufall. Mein Geschäftspartner, Franco Alesi, ist mit einem britischen Unternehmer eng befreundet. Bei einem Geschäftsabschluss mit einer Londoner Firma vor zwei Jahren hatte er ihn um Rat gefragt. Dieser hatte ihn an seine rechte Hand Audrey Kilroy verwiesen. Wir hatten keine Ahnung, dass es sich bei ihr um Jelica handelte. Unsere Geschäftsbeziehungen liefen anfangs völlig normal, bis plötzlich einige unserer sicher geglaubten Deals geplatzt sind. Alesi hatte daraufhin Erkundigungen eingezogen und schließlich Unregelmäßigkeiten in ihrer Vita festgestellt. Daraufhin hatte er einen Privatdetektiv beauftragt, der Nachforschungen angestellt hatte. Dieser hatte schließlich herausgefunden, dass Audrey Kilroy gebürtige US-Amerikanerin mit italienisch-mexikanischen Wurzeln ist und einen Abschluss in Yale hatte. Fotografien hatten mir dann bestätigt, dass wir es mit Jelica zu tun hatten. Sie wiederum muss herausgefunden haben, dass sie von mir beschattet wird. Durch ein Telefonat zwischen Franco und Jelica' s Geschäftspartner hatten wir von ihrem Plan erfahren, nach Monte Vista kommen zu wollen. Ich hatte dies mit aller Macht verhindern wollen. Einerseits natürlich wegen Fabio und andererseits wegen Enzo. Er muss erfahren haben, dass Trish ebenfalls in Monte Vista sein wird. Ich weiß nicht genau, woher er das gewusst hatte. Aber er muss dieses Treffen zwischen Trish und Mario Gagliano initiiert haben. Sein Plan war wohl, Mutter und Tochter zusammenzuführen. Warum? Ich weiß es nicht. Aber vermutlich wollte er beide ausschalten. Trish hatte recherchiert und sich mit Zeugen im Mordfall Chapman in Verbindung gesetzt. Das hatte ich später herausgefunden. Und sie war es auch, die sich sowohl in meinem Büro in Monte Vista, als auch hier in meinem Büro und in den Geschäftsräumen, Zugang verschafft hatte.“

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Kyle wollte gerade etwas einwenden, als Carlo mit der Hand abwinkte. „Ist schon gut. Sie müssen nichts dazu sagen, ich kann eins und eins zusammenzählen. Trish' s Handy, das sie in meinem Büro verloren hatte. Sie haben es an sich genommen. Oder als ich Sie nachts in meinen Geschäftsräumen angetroffen hatte. Erinnern Sie sich? Sie ist die Treppe heruntergerannt. Ihr Parfum hatte sie verraten. Sie hatten ihr unbewusst den Weg freigehalten und ihr immer wieder aus der Patsche geholfen. Habe ich Recht? Kyle, ich verurteile Sie deswegen nicht. Aber Sie sind ihr genauso verfallen, sowie ich es Jelica bin. Trish ist ihrer Mutter in dieser Hinsicht sehr ähnlich und sie weiß, wie man einen Mann um den Finger wickeln kann. Aus dem Grund wollte ich sie an meiner Seite haben, um sie vor Enzo zu beschützen. Sie hatte keine Ahnung, in welcher Gefahr sie sich befunden hatte, als sie sich mit Mario Gagliano treffen wollte. Glauben Sie mir, Kyle. Ich kenne Enzo lange und gut genug und weiß, dass er nicht eher ruhen wird, bis er sich für alles an Jelica gerächt hat. Und genau das ist das Problem. Sie ist nicht die Frau, die sich von einem Mann etwas vorschreiben lässt. Aber wenn ich sie in dem Glauben lassen würde, nur ich könne ihr helfen, dann würde sie das nicht hinterfragen. Trish war nur Druckmittel, damit sich Jelica auch an die Abmachung hält. Mit Hilfe einiger einflussreicher Leute hatten wir schließlich der Polizei die Täter geliefert. Für Geld machen manche alles, auch für eine gewisse Zeit in den Knast wandern. Letztendlich hatte ich Enzo nur mit seinen eigenen Waffen geschlagen und Jelica konnte ich mit Trish unter Kontrolle halten. Hätte sie sich nicht an unsere Abmachung gehalten, hätte ich ihrer Tochter die Wahrheit über sie erzählt...“

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Kyle wusste nicht, was er sagen sollte und starrte auf das Briefkuvert, das auf dem Tisch lag. „Mein Geständnis, Kyle. Ich habe dem Polizeipräsidenten zugesagt, gegen DeMarco auszusagen“, folgte Carlo seinem Blick.

Augenscheinlich wurde Kyle blass. „Carlo, wissen Sie, was das bedeutet? Wenn er das erfährt... Das kommt Ihrem Todesurteil gleich.“

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Carlo versuchte sich in einem Lächeln. „Und wenn schon. Ich habe nichts mehr zu verlieren. Fabio habe ich wohl nach dem Geständnis verloren, Jelica wird mich auch nicht mehr wollen und Trish hasst mich. Caroline hat mir bei unserem letzten Treffen unmissverständlich zu verstehen gegeben, was sie von mir hält. Meine Freundschaft zu Ihrem Vater ist in die Brüche gegangen, ebenso wie diese zu Eric Hudson. Sie hassen mich und machen mich für Marlena’ s Tod verantwortlich.“

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Kyle sah ihn verbittert an. „Sie haben mir gesagt, Sie wären es nicht gewesen. Aber hatten Sie Ihre Hände dabei im Spiel?“

Carlo atmete tief ein, ehe er sagte: „Ich weiß, dass Sie mir das nicht glauben werden. Aber ich werde Ihnen immer wieder versichern, dass ich ihren Tod nicht gewollt habe. Aber ich hatte von dem Komplott gewusst und hätte es Ihnen sagen müssen. Weil ich geschwiegen habe, mussten drei Leute sterben. Kyle, es tut mir so entsetzlich Leid, was passiert ist.“

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Fast schon höhnisch lachte Kyle auf. „Ach kommen Sie, Carlo. Sie wollten mich doch auch vernichten. Schon vergessen? Ihnen waren doch alle Mittel recht.“

„Denken Sie das wirklich, Kyle?“ Durchdringend sah er den Jüngeren an.

„Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich überhaupt noch denken soll, wem ich vertrauen kann und wem nicht“, kam es bitter über seine Lippen.

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„Kyle, ich hatte versucht, Sie davon abzuhalten. Spätestens, nachdem Sie DeMarco in die Quere gekommen waren. Es war seine Schlägertruppe gewesen, die Sie ins Koma geprügelt hatte. Ich wollte Ihnen wirklich helfen, schon alleine wegen Ihrer Eltern. Aber dann haben Sie mich für Marlena’ s Tod verantwortlich gemacht und gegen mich ermittelt. Es war nicht richtig, was ich getan habe und ich bin auch nicht stolz darauf. Nachdem ich bemerkt hatte, dass Sie sich für Trish interessieren, hatte mein Plan festgestanden. Es tut mir sehr Leid und ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie Beide wieder zueinander finden werden. Trish liebt sie, das sehe ich in ihren Augen, wenn sie Sie ansieht und Sie lieben sie auch noch immer. Lassen Sie ihr etwas Zeit, Kyle. Sie muss damit auch erst fertig werden, dass Fabio ihr Halbbruder ist und Jelica und ich, seine Eltern. Ich werde Jelica nachher treffen und dann werde ich sie fragen, ob sie mit mir nach Monte Vista gehen will. Fabio wird meine Baufirma übernehmen, von allen anderen Geschäften habe ich mich mit sofortiger Wirkung zurückgezogen.“

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„Carlo, nach allem, was Sie mir erzählt haben, rate ich Ihnen dringend, ins Zeugenschutzprogramm zu gehen, anstatt nach Monte Vista. Wir können Sie nicht rund um die Uhr beschützen und Anjelica auch nicht.“

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Doch Carlo schüttelte entschlossen den Kopf. „Nein. Ich werde nicht mehr davon laufen. Monte Vista ist meine Heimat und dahin werde ich zurückgehen. Ich habe keine Angst und schon gar nicht vor DeMarco.“

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Carlo erhob sich ruckartig, so dass es ihm Kyle gleich tat. Etwas nervös sah er den Älteren an. Er wusste nicht so recht, was er von der ganzen Geschichte halten sollte. Carlo hatte ihn mit seinem Geständnis durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt. Er hatte zwar so einiges vermutet, aber dies nun aus Carlo‘ s Mund zu hören, hatte ihm ein wenig zugesetzt. Er hatte ihn immer für gefährlich und einen Verbrecher gehalten. Nun offenbarte sich aber, dass er all das wohl nur zu Anjelica und Trish‘ s Schutze getan hatte.

„Sie sind ein netter junger Mann, Kyle. Schade, dass ich das zu spät erkannt habe. Caroline und Henry haben einen wundervollen Sohn großgezogen. Vielleicht können Sie mir irgendwann verzeihen. Ich würde mich sehr darüber freuen, Kyle.“

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„Da... Da... Danke für Ihre Offenheit, Carlo. Ich werde die Sache vertraulich behandeln und gleich morgen mit dem Polizeipräsidenten sprechen. Wenn Sie und Anjelica mir versichern, Bridgeport so schnell wie möglich zu verlassen, dann werde ich der Staatsanwaltschaft die Kronzeugenregelung vorschlagen, damit Ihnen Beiden das Gefängnis erspart bleibt. Aber ich muss mich hundertprozentig auf Ihr Wort verlassen können“, sagte Kyle mit Nachdruck.

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„Sie haben mein Wort. Ich werde nach Monte Vista zurückkehren und mit Jelica sprechen. Spätestens zum Wochenende sind wir weg.“

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„In Ordnung, Carlo. Ich werde mich mit dem Commissario in Monte Vista in Verbindung setzen. Sobald Anjelica und Sie weg sind, werde ich DeMarco zur Fahndung ausschreiben lassen und auch das FBI und Interpol einschalten. Sie Beide müssen sich solange im Hintergrund halten. Wir werden Ihnen Bescheid geben, wenn wir ihn und seine Mittelsmänner gefasst haben. Ich werde mich auch um Fabio und Julie‘ s Schutz kümmern.“

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„Danke, Kyle. Das werde ich Ihnen nie vergessen. Sie können sich auf mich verlassen. Was immer Sie noch über DeMarco brauchen, lassen Sie es mich bitte wissen.“

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***

Was hatte sie eigentlich getan, dass man so mit ihr umsprang? Sie wusste nicht, ob sie Carlo und Anjelica so schnell verzeihen konnte. Aber sie wollte ihre Mutter unbedingt noch einmal sehen, um sie mit deren Verlogenheit zu konfrontieren.

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Sie zuckte erschrocken auf, als sie Schritte hörte. Carlo und Kyle kamen gerade wieder zurück. „Ich warte hinten im Garten, Trish“, rief ihr Kyle zu, ehe er zur Abschlusstür ging. Offensichtlich wollte Carlo mit ihr alleine sprechen, was sie etwas nervös zur Kenntnis nahm.

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Carlo ließ sich währenddessen wieder auf der Couch nieder. In den Händen hielt er einige Papiere, die er auf dem Tisch ablegte. „Trish, es tut mir sehr leid. Ich kann leider nicht mehr rückgängig machen, was ich Dir angetan habe. Aber vielleicht kannst Du mir irgendwann verzeihen. Das wäre mein allergrößter Wunsch“, nahm Carlo das Gespräch wieder auf.

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„Ich hatte Dir vertraut, Carlo. Mich sogar schon ein wenig an Dich gewöhnt. Du hattest mich nicht bedrängt, warst sehr fürsorglich. Aber in dieser Nacht ist etwas in mir gestorben. Ich wollte nur noch weg. Dein Verhalten... ich habe es einfach nicht verstanden.“ Mühsam kämpfte sie gegen die Tränen an.

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„Ich hatte zu viel getrunken. War wütend, weil Jelica gegangen war. Da ist so viel zusammengekommen. Aber das ist keine Entschuldigung. Es tut mir so entsetzlich leid. Ich hatte gehofft, am nächsten Morgen mit Dir sprechen zu können. Aber im Gästezimmer war noch alles ruhig und dann musste ich ins Büro. Als ich gegen Abend nach Hause gekommen bin und Dich nicht vorgefunden hatte, bin ich ins Schlafzimmer gegangen. Der Kleiderschrank war leer, Deine Kosmetika im Bad nicht mehr da. Ich hatte Dich im ganzen Haus gesucht, aber nirgendwo gefunden. Kein Brief oder eine Mitteilung, wo Du bist. Da ist mir bewusst geworden, dass Du gegangen bist und mich verlassen hast.“

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„Gleich nachdem Du weg gefahren bist, hatte ich meine Sachen gepackt und bin zum Flughafen gefahren. Ich war ein paar Wochen bei einem guten Freund und seiner Familie in San Francisco. Danach bin ich weiter nach Phoenix geflogen, hatte dort noch eine frühere Freundin besucht, ehe ich mich entschlossen hatte, zu meinen Großeltern nach Lucky Palms zu fliegen. Ich hatte mir dort einen Job gesucht und eine Wohnung.“

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„Hattest Du denn meine Nachricht gelesen, Trish? Ich hatte sie so platziert, dass Du es nicht übersehen konntest. Zunächst hatte ich solange warten wollen, bis Du aufgestanden wärest. Aber ich war mir nicht sicher, ob Du mir nicht aus dem Wege gehen würdest, was ich Dir nicht einmal verübelt hätte. Du bist aber nicht nur wegen mir gegangen, oder?“

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Trish sah ihn betreten an. „Du warst der Auslöser. Ich weiß nicht, was passiert wäre, hätte es jene Nacht nicht gegeben, Carlo. Deine Nachricht hatte ich gelesen und bei „Principessa“... Es war ein Gefühl, das ich nicht zuordnen konnte. Es hatte mich an etwas erinnert, aber ich wusste nicht, an was. Aber nachdem ich jetzt die Wahrheit kenne...“

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„Das werden wir leider nie erfahren, Trish“, erwiderte Carlo leise und deutete auf den Umschlag, der auf dem Tisch lag. „Ich habe gleich, nachdem ich in Monte Vista war, unsere Ehe annullieren lassen. Du bist frei. Ich kann Dir die Beweggründe nicht erklären, warum ich auf die Hochzeit mit Dir bestanden habe. Noch nicht. Aber irgendwann wirst Du den wahren Grund erfahren und vielleicht kannst Du mein Handeln dann verstehen.“

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Beide erhoben sich von ihren Plätzen. Ein liebevolles Lächeln zierte sein Gesicht, als er ihre Hand nahm: „Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft, alles Glück der Welt...“ Er stockte und fuhr dann eindringlich fort: „Trish, denk‘ bitte immer daran, egal was auch vorgefallen ist, Jelica hat Dich immer geliebt. Sie hatte keine andere Wahl.“

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Trish ließ eine kurze Umarmung zu und erwiderte schließlich: „Ich wünsche Dir auch alles Gute und viel Glück für das Gespräch mit Anjelica.“

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Carlo hob ihr Kinn leicht mit dem Finger an, während sie ihn etwas irritiert ansah: „Trish, Kyle liebt Dich sehr und ich weiß, dass Du ihn auch liebst. Begehe nicht den gleichen Fehler wie Deine Mutter. Sie hatte sich stets selbst im Weg gestanden, was mich betraf und mir nicht glauben wollen, wenn ich ihr immer wieder beteuert hatte, wie sehr ich sie liebe. Bitte versprich‘ mir das.“

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Mit einem kleinen Lächeln wies er schließlich zur hinteren Tür, die zum Garten führte: „Da draußen steht jemand, der es kaum erwarten kann, Dich endlich in die Arme zu schließen.“

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Kapitel 19 folgt...

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 27.01.2019, 13:36

Hallo Marga! :winken02
Mal sehen, ob sich evtl. noch ein Mann findet. Vielleicht der nette Braunhaarige aus Isla Paradiso. Tim? Wäre das eine Alternative?
NEIN! Das hast Du nicht wirklich vor oder? Klar, Tim wäre sicher eine gute Partie, aber für Trish kommt NUR Kyle in Frage bzw. ich formuliere es mal so: für MICH gibt´s NUR Kyle und Trish. Alles andere wäre nicht richtig! So… Habe ich mich jetzt deutlich genug ausgedrückt? :lachen
Öhhhmm, ja. Ich schätze mal, dass Du mich beim übernächsten Kapitel verfluchen wirst.
Oha, na da bin ich ja mal wirklich gespannt!

Jetzt aber zu Deinem Kapitel:

Und ja, nochmal kurz zu Deiner Information: ich lese und kommentiere immer gleich in einem. Deshalb manchmal die etwas merkwürdige Wortwahl :grins


So, und jetzt will Carlo also mit Kyle alleine sprechen. Ich bin gespannt, was er will!

Ah ok, er erzählt nun Kyle alles rund um sich und Anjelica, damit sich Kyle auch endlich ein Bild von allem machen kann.

Oh, Anjelica hatte also eine Affäre mit DeMarco? Der Hammer! :augen: Ok, JETZT wird mir noch viel mehr klar! Wie auch Kyle. Auch ihm gingen einige – nicht nur 1 Licht – auf.

Sehr detailliert hat Carlo erzählt, das muss ich schon sagen.
Und an Dich: das ist eine höchst interessante und spannende Geschichte, von der man schon teilweise wusste, teilweise aber auch noch nicht, die Du Carlo da erzählen lassen hast; klasse geschrieben!!! :daumenhoch2

Und ja, das Geständnis Kyle gegenüber war wirklich krass. Wirklich ein Wechselbad der Gefühle! Nicht nur für Kyle, sondern auch für mich, das muss ich ehrlich zugeben. :augen:

Und dann spricht Carlo auch noch alleine mit Trish… Es gab einfach noch so viel zu bereden, was einfach gesagt werden musste und ich glaube, das war auch gut so! Nein, ich glaube es nicht nur, sondern ich weiß es, dass es gut war. :nicken

Uuuuh, ich habe jetzt eine richtige Gänsehaut. So habe ich Carlo noch nie zuvor erlebt. So gefühlvoll! So ehrlich! Wow! :herz2


Und ich muss auch diesmal wieder sagen: RESPEKT!!! :daumenhoch2 Auch dieses Kapitel war wieder mit so viel Hingabe und Gefühl erarbeitet, ob Text oder Bilder! Wirklich der Wahnsinn! Alle Achtung! :daumenhoch1 Es hat mir wieder sehr gut gefallen! Neue Wahrheiten, beantwortete Fragen und und und… :daumenhoch1
Tja, und jetzt bin schon wieder auf die nächste Folge gespannt! :klatschen1
Danke dafür, liebe Marga! :hug02


LG Astrid
:tippen02
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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SdV2 Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 03.02.2019, 11:09

Hallo Astrid, :winken

bevor es mit einem neuen Kapitel weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder riesig gefreut habe.
:hug02
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
Hallo Marga! :winken02
Mal sehen, ob sich evtl. noch ein Mann findet. Vielleicht der nette Braunhaarige aus Isla Paradiso. Tim? Wäre das eine Alternative?
NEIN! Das hast Du nicht wirklich vor oder? Klar, Tim wäre sicher eine gute Partie, aber für Trish kommt NUR Kyle in Frage bzw. ich formuliere es mal so: für MICH gibt´s NUR Kyle und Trish. Alles andere wäre nicht richtig! So… Habe ich mich jetzt deutlich genug ausgedrückt? :lachen


Ja, sehr deutlich. :lachen Na ja, mal sehen, ob ich irgendwann ein Einsehen habe. Aber vielleicht will ja auch Kyle nicht mehr. :confus2 Warten wir es mal ab, was nun passieren wird.
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
Und ja, nochmal kurz zu Deiner Information: ich lese und kommentiere immer gleich in einem. Deshalb manchmal die etwas merkwürdige Wortwahl :grins


Ist doch okay. Bei mir funktioniert das nicht, da ich zu neugierig bin und nicht länger warten kann. Deshalb lese ich es in der Regel meistens gleich und kommentiere dann später. Ja, jeder macht es eben auf seine Weise.
:nicken
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
So, und jetzt will Carlo also mit Kyle alleine sprechen. Ich bin gespannt, was er will!

Das ist Kyle auch. Er kann sich keinen Reim darauf machen, warum ihn Carlo unbedingt alleine sprechen will. :confus2
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
Oh, Anjelica hatte also eine Affäre mit DeMarco? Der Hammer! :augen: Ok, JETZT wird mir noch viel mehr klar! Wie auch Kyle. Auch ihm gingen einige – nicht nur 1 Licht – auf.

Ja. Langsam kommt alles an Tageslicht. Die Nebel lichten sich und viele Puzzleteile werden zu einem Ganzen.
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
Sehr detailliert hat Carlo erzählt, das muss ich schon sagen.

Wie sagt man so schön. Er will endlich Tabula rasa machen und somit erfährt Kyle die ganze Geschichte aus Carlo's Sicht.
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
Und an Dich: das ist eine höchst interessante und spannende Geschichte, von der man schon teilweise wusste, teilweise aber auch noch nicht, die Du Carlo da erzählen lassen hast; klasse geschrieben!!! :daumenhoch2


Es freut mich sehr, dass es mir einigermaßen gelungen ist, die Geschichte interessant zu gestalten.
:nicken
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
Und ja, das Geständnis Kyle gegenüber war wirklich krass. Wirklich ein Wechselbad der Gefühle! Nicht nur für Kyle, sondern auch für mich, das muss ich ehrlich zugeben. :augen:

Nun sieht Kyle Carlo plötzlich in einem völlig anderen Licht und weiß nicht so recht, wie er damit umgehen soll. :confus3 Wahrscheinlich hatte er auch nie damit gerechnet, ausgerechnet von Carlo die ganze Wahrheit zu erfahren. Vielleicht werden sie doch noch irgendwann einmal Freunde. :sittich Carlo hat den ersten Schritt dazu gemacht. Aber schauen wir mal, was die Zukunft noch so für meine Charas bereit hält. :grins
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
Und dann spricht Carlo auch noch alleine mit Trish… Es gab einfach noch so viel zu bereden, was einfach gesagt werden musste und ich glaube, das war auch gut so! Nein, ich glaube es nicht nur, sondern ich weiß es, dass es gut war. :nicken

Wie bereits erwähnt, ist es Carlo wichtig, endlich reinen Tisch zu machen. Zwar erfährt Trish noch nicht alles, aber sie weiß nun, dass es Carlo nicht um Rache oder verletzte Gefühle ging. Die Zeit wird es zeigen, ob sie ihm irgendwann wieder vertrauen kann.
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
Uuuuh, ich habe jetzt eine richtige Gänsehaut. So habe ich Carlo noch nie zuvor erlebt. So gefühlvoll! So ehrlich! Wow! :herz2

Es war mir immer wichtig, Carlo (aber auch Anjelica) mit all seinen Fehlern und Gefühlen darzustellen. Sicher, er wurde nicht immer gemocht, schon gar nicht am Anfang. Aber ich denke, dass er mit der Zeit doch ein wenig Sympathie erhaschen konnte. Schauen wir mal, wie Du ihn dann irgendwann einmal sehen wirst. Vielleicht ist ja auch alles nur Taktik, aus welchen Gründen auch immer. Wer weiß das schon. :confus2 Das wirst Du aber schon im nachfolgenden Kapitel erfahren.
Simsi68 hat geschrieben:
27.01.2019, 13:36
Und ich muss auch diesmal wieder sagen: RESPEKT!!! :daumenhoch2 Auch dieses Kapitel war wieder mit so viel Hingabe und Gefühl erarbeitet, ob Text oder Bilder! Wirklich der Wahnsinn! Alle Achtung! :daumenhoch1 Es hat mir wieder sehr gut gefallen! Neue Wahrheiten, beantwortete Fragen und und und… :daumenhoch1 Tja, und jetzt bin schon wieder auf die nächste Folge gespannt! :klatschen1 Danke dafür, liebe Marga! :hug02

Es freut mich sehr, dass Dir die Story immer noch gefällt und Du bis zum Schluss dabeibleiben möchtest. :hug02 Als ich angefangen hatte, die Story zu posten, hätte ich nie gedacht, dass sich die Geschichte so in die Länge ziehen und, dass daraus sogar eine 2. Staffel entstehen würde. Vielen lieben Dank fürs immer noch Dranbleiben. :hug02 Ebenso für Deinen lieben Kommentar, Dein Lob, die netten Worte und auch die Gedanken, die Du Dir immer wieder machst. Das bedeutet mir sehr viel, liebe Astrid. :bussi2


So und im Anschluß dann das nächste Kapitel.


LG Marga

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Re: SdV2 - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von cheli24 » 04.02.2019, 00:30

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!



Hallo zusammen, :winken

zum nachfolgenden Kapitel ein paar Infos:


Es ist schon lange her, seit ich dieses Kapitel geschrieben habe. Ich hatte damals sehr viel Zeit investiert und es gehört zu meinen Lieblingskapiteln, in dem mein ganzes Herzblut hängt. Bei keinem Kapitel habe ich bislang so oft daran gearbeitet, Korrektur gelesen (ich hoffe, ich habe nichts übersehen), zum Teil etliche Textpassagen abgeändert, Dialoge erstellt und zu guter Letzt die Bilder dazu gemacht. Den Großteil hatte ich bereits, aber da ich das Kapitel immer wieder geändert hatte, vieles auch hinzugefügt, hatte ich am Ende zu wenige Bilder, so dass ich neue machen musste. Da ich jetzt hier nicht darauf eingehen möchte, habe ich einen neuen Thread eröffnet, in dem ich so meine Probleme mit Sims 3 schildere. Ähnlich, wie ich das auch bei Sims 4 mache. Also wer möchte, kann das hier nachlesen.

So, meine Lieben. Mit diesem Kapitel läute ich den Abschied von Lieblingsscharas ein, die mir sehr am Herzen liegen und die einen Teil der 1. Staffel ausgemacht haben. Ob es ein Abschied für immer ist, kann ich jetzt aus Storytechnischen Gründen natürlich nicht beantworten. Aber ich würde schon einmal sagen. Taschentücher bereithalten. :weinen3: Bei keinem Kapitel sind mir so oft die Tränen gekommen, wie bei diesem hier. Da es ein sehr langes Kapitel ist und viele Bilder beinhaltet, werde ich es in zwei Teilen splitten.

Ja und damit verabschiede ich mich auch gleichermaßen in meinem Urlaub. Es wird eine kleine Pause geben, vielleicht zwei oder drei Wochen, so genau weiß ich es noch nicht. Der zweite Teil des Kapitels ist zwar fertig, aber die Bilder müssen noch hochgeladen werden und das reicht mir jetzt zeitlich nicht mehr. Ob ich nach meinem Urlaub gleich dazukommen werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht lässt mich ja auch der Jetlag nicht schlafen.

Ich wünsche nun viel Spaß mit dem ersten Teil des Kapitels und hoffe, es gefällt Euch. Und ja, ich kann schon ganz schön fies sein, wenn es denn sein muss.


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P. S. Der Titel des Kapitels hat nichts mit dem gleichnamigen Song von Chicago zu tun. Aber wer mal reinhören möchte. Er wird leider viel zu wenig gespielt.

Chicago - If You Leave Me Now -


LG cheli24 (Marga)




~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~




Kapitel 19 - If you leave me now - Teil 1




Nur wenig später nahm Fabio Trish freudestrahlend in die Arme, die die Tränen nun nicht mehr zurückhalten konnte. „Hallo Schwesterchen. Na, da bist Du ja endlich. Ich habe Dich so vermisst.“ Minutenlang standen sie einfach nur so da und hielten sich umschlungen.

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Als sie sich wieder von ihm löste, strich er ihr die Tränen von der Wange und lächelte. „Du musst wegen mir nicht in Tränen ausbrechen.“

„Ach, Fabio“, seufzte sie auf. „Ich habe fast keine Erinnerung an damals. Aber ab und an tauchen irgendwelche verschwommenen Bilder auf, die ich jedoch nicht zuordnen kann.“

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„Weißt Du was seltsam ist, Trish?“ Als sie den Kopf schüttelte, fuhr er fort: „Irgendwie hatte ich immer eine Bindung zwischen uns verspürt. Ach, ich weiß nicht, wie ich es Dir erklären soll. Erinnerst Du Dich, als wir im Wohnzimmer gestanden und uns voneinander verabschiedet hatten, als ich mit Julie nach Starlight Shores geflogen bin?“ Trish nickte. „Es war ein ganz seltsames Gefühl, dass mich die ganze Zeit nicht losgelassen hatte. Es war so anders, irgendwie vertraut. Und nachdem ich nun die Wahrheit kenne, weiß ich auch, an was es mich erinnert hatte.“

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„Was meinst Du, Fabio?“ Fragend sah Trish ihren Halbbruder an.

„Ich hatte plötzlich ein kleines blondhaariges Mädchen vor Augen. Ein süßes Ding, das mich manchmal Löcher in den Bauch gefragt hat. Mit der ich „Kuckuck“ gespielt hatte. Du hast uns oft mit Anjelica besucht und bei der Gelegenheit hatte ich immer mit Dir gespielt. Aber daran wirst Du Dich wahrscheinlich nicht mehr erinnern können.“

„Nein, Fabio. Es sind nur einige Erinnerungsfetzen, mehr auch nicht.“

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„Ich weiß den Tag nicht mehr, auch nicht, was der Auslöser war. Aber Carlo und Anjelica müssen sich fürchterlich gestritten haben. Es war zumindest sehr laut gewesen. Du hattest geweint und Dich an mich geklammert. Ich hatte versucht, Dich zu trösten, hatte Dir gut zuzureden versucht. Aber Du hattest Dich nicht beruhigen können. Und dann sind beide ins Zimmer gekommen. Wortlos hatte sie Dich an die Hand genommen und von mir weg gezogen. „Fabio“, hattest Du mich gerufen und die Hände nach mir ausgestreckt. Ach Trish, es hatte mir schier das Herz zerrissen. Es war das letzte Mal, dass wir zusammen gespielt hatten. Ich hatte keine Ahnung, dass Du das kleine Mädchen von damals warst, als wir uns Jahre später wieder gesehen hatten. Wir waren nur einige Wochen vorher aus Monte Vista in das Haus gezogen, dass On... Carlo gekauft hatte. Ich weiß auch nicht, warum ich nicht mehr die Kleine von damals in Dir erkannt hatte. Aber eines weiß ich, ich will Dich nicht mehr verlieren, Trish und ich will, dass Du glücklich wirst. Das liegt mir sehr am Herzen, Du bist mir mit der wichtigste Mensch überhaupt, Trish.“

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Die junge Frau lächelte. „Du mir auch, Fabio.“

„Und was ist nun mit Dir und Kyle?“, musterte er sie prüfend.

„Wie meinst Du das?“ Irritiert sah Trish ihren Halbbruder an.

„Na ja. Wie geht es jetzt mit Euch weiter?“

Trish seufzte auf. „Ich weiß es nicht. Nach allem, was passiert ist...was ich ihm angetan habe.“

„Aber Du liebst ihn doch immer noch“, bohrte er weiter. Als sie nichts darauf erwiderte, sagte er mit Nachdruck. „Du wirst das Feld doch nicht dieser blöden Kuh überlassen. Charlene? Sieh‘ es als Neuanfang. Geh‘ nach Lucky Palms zurück, regle dort alles noch Notwendige und dann komm‘ zu ihm zurück.“

„Ich fürchte, das kann ich nicht. Nicht jetzt, Fabio. Ich habe mir die Entscheidung nicht einfach gemacht, das musst Du mir glauben. Kyle verdient eine Frau, die liebevoll ist und ihn glücklich macht. Ich bin diese Frau nicht. Vielleicht werde ich es auch nie sein. Wie kann er mir denn verzeihen, nachdem was passiert ist?“

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Beschwichtigend hob Fabio seine Arme und unterbrach sie: „Das wird er, Trish, bitte glaube mir das. Er ist mein ältester und bester Freund und ist mir in all den Jahren wie ein Bruder gewesen. Auf ihn kann man sich bedingungslos verlassen. Ich könnte mir keine andere Frau als Dich an seiner Seite vorstellen.“

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„Fabio, ich wünsche mir doch auch nichts sehnlicher, als irgendwann wieder mit Kyle zusammen zu sein. Aber ich habe einen Job, den ich nicht einfach so kündigen kann und will. Außerdem möchte ich meine Großeltern öfters sehen. Unsere Großeltern.“

„Ja, aber danach?“, warf Fabio fragend ein.

„Ich werde wieder zurückkommen, aber ich kann den genauen Zeitpunkt noch nicht abschätzen.“

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„Trish. Lass' Dir nicht zu lange Zeit. Kyle wird nicht ewig auf Dich warten“, mahnte Fabio.

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„Das ist mir schon klar, Fabio. Ich werde mich gleich mit ihm treffen und ihm meine Entscheidung mitteilen. Und Du, was wirst Du tun? Gehst Du mit nach Monte Vista oder bleibst Du hier?“, wechselte sie das Thema.

Fabio schüttelte den Kopf. „Nein. Ich werde jetzt erst einmal mit Julie zwei Wochen nach Isla Paradiso fliegen und danach werde ich wohl nach Italien ziehen. Ich bin einfach ausgelaugt und jetzt die Sache mit Deiner... ähm, unserer Mum und... ähm... Carlo. Ich muss das erst einmal alles verarbeiten. Ich habe mich lange mit Julie darüber unterhalten. Sie meinte, wir sollten erst einmal verreisen und danach sehen wir weiter. Trish, es hat sich eigentlich nichts verändert, da ich in Carlo immer so etwas wie einen Vater gesehen habe. Aber Anjelica... Es ist schwierig. Ich habe an damals nur wenige Erinnerungen. Ich will versuchen, auf sie zuzugehen. Aber das dauert seine Zeit.“

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„Ich weiß was Du meinst, Fabio. Es war anfangs auch nicht leicht für mich, in ihr meine Mum zu sehen. Aber ich hatte sie wirklich lieb gewonnen, bis... Na ja, der Verrat, das war einfach zu viel für mich. Mir geht es wie Dir auch. Ich brauche etwas Abstand. Aber ich bin bereit, ihr eine Chance zu geben.“

„Ja. Als ich erfahren hatte, dass sie und Carlo meine leiblichen Eltern sind... Du, ich konnte in diesem Moment nicht atmen, nicht denken. Ich dachte, die Welt stürze über mir zusammen. Mein ganzes bisheriges Leben eine Lüge. Sicher, mit sechzehn schwanger werden, welches Mädchen will das schon? Es war auch nicht einfach für sie. Aber weißt Du, was am meisten weh tut? Dass man mir nie eine Chance gegeben hat, meine Großeltern, die ja auch Deine sind, kennenzulernen. Das will ich so schnell wie möglich nachholen. An Carlo‘ s Eltern habe ich so gut wie keine Erinnerung mehr. Sie sind früh verstorben, da war ich glaube ich zehn oder so.“

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Neugierig fragte Trish: „Kennst Du die Todesursache?“

„Sie waren mit dem Auto unterwegs gewesen, als mein Großvater einen Herzinfarkt erlitten hatte und die Böschung hinunter gestürzt ist. Beide waren auf der Stelle tot gewesen.“

„Und wie alt waren sie?“

„Beide in den Fünfzigern, also nicht alt.“

„Das tut mir Leid.“

„Es ist schon lange her. Wusstest Du, dass Carlo Anfang des Jahres ebenfalls einen Herzinfarkt hatte?“

Bestürzt sah sie ihn an. „Nein. Woher auch?“

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„Er ist in seinem Haus in Monte Vista zusammengebrochen. Romina und Michele, ihr Verlobter, hatten ihn rechtzeitig gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Er muss kürzer treten, deshalb verkauft er auch seine Geschäfte. Ich bin froh darüber und vor allem hoffe ich aber, dass Anjelica einen guten Einfluss auf ihn hat. Die beiden lieben sich tatsächlich immer noch. Das habe ich in ihren Augen gesehen.“

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Trish nickte, während sie sich die Tränen von der Wange wischte. „Ja, Carlo ist ihre große Liebe. Er war ihr erster Freund, so etwas vergisst man nicht. Und er kann ja auch äußerst charmant sein und für sein Alter sieht er immer noch unglaublich attraktiv aus.“

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„Ich hoffe, dass er mir das vererbt hat“, lachte Fabio sie an, ehe er wieder ernst wurde.

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„Denk‘ über meine Worte nach, Schwesterchen. Warte nicht wie unsere Mum über dreißig Jahre. Sie können die Zeit nie mehr aufholen. Mach‘ nicht den gleichen Fehler, Trish. Kyle und Du, Ihr gehört einfach zusammen. Ich habe ihn seit damals mit Marlena nicht mehr so erlebt.“

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„Ich werde ihn und mich nicht aufgeben, Fabio. Das verspreche ich Dir. So und jetzt muss ich zu Kyle. Er wartet im Garten auf mich. Sehen wir uns nochmal, bevor Ihr nach Isla Paradiso fliegt?“

„Ja, klar.“ Herzlich umarmten sich die Geschwister noch einmal, während Trish erneut die Tränen herunterliefen.

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***


An jener Stelle, an der sich Trish und Kyle damals im tiefen Schnee geküsst hatten, fand Trish schließlich Kyle wartend vor. Nachdenklich stand er unter dem Baum, unter dem er Trish vor einem halben Jahr seine Liebe gestanden hatte. Schritte ließen ihn aufhorchen. Langsam kam Trish auf ihn zu, Kyle hatte plötzlich einen immens schweren Kloß im Hals. Er wusste nicht, wie sie sich entschieden hatte. An ihrem Gesichtsausdruck ließ sich nichts ablesen. Aber er hatte kein gutes Gefühl.

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Nervös sah er sie an, während sie langsam näher kam. War es das? Würde jetzt ein Abschied für immer folgen? Trish sah in die Ferne, als sie sagte: „Carlo hat die Ehe mit mir annullieren lassen. Ich werde morgen meine Mum treffen, danach fliege ich nach Lucky Palms zurück.“

Enttäuscht hatte sich Kyle bei ihren Worten abgewandt. Das war es also. Der Abschied. Trish würde gehen und ihn alleine zurück lassen. Er konnte nicht fassen, dass sie sich beiden keine Chance geben wollte.

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Seine Stimme wollte ihm kaum gehorchen, als er auf sie zuging: „Tja, dann wünsche ich Dir alles Gute, Trish. Ho... hoffen... hoffentlich findest Du, nach was Du suchst.“ Er konnte ihr nicht in die Augen sehen, so sehr er sich auch bemühte. Er wollte das alles nicht. Trish durfte nicht gehen. Nicht sie, nicht die Frau, die er so sehr liebte. Aber er wusste, dass er sie nicht aufhalten konnte.

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Trish sah ihn an und sagte leise: „Danke, Kyle. Das wünsche ich Dir auch.“

Sie wollte sich gerade von ihm abwenden, als er ungläubig und fassungslos fragte: „Das war es also, Trish? Nach allem, was wir gemeinsam durchgestanden haben? Willst Du wirklich, dass es so zu Ende geht? Das kann doch nicht Dein Ernst sein. Ich hatte so gehofft, Du würdest uns noch eine Chance geben.“ Die letzten Worte hatten bitter geklungen und seine Stimme war brüchiger geworden, als gewollt.

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„Kyle, ich kann nicht einfach da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Ich brauche Abstand und Zeit. Ich kann hier nicht bleiben, zumindest jetzt noch nicht. Es sind einfach zu viele Erinnerungen, die mich einholen würden. Ich muss weg von hier. Bitte versteh‘ das doch.“

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„Ich verstehe ehrlich gesagt gar nichts mehr“, schüttelte Kyle nur enttäuscht den Kopf, ehe er wortlos davon rannte und sie einfach stehen ließ.

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Er konnte nicht mehr sehen, dass Trish mit bebenden Lippen flüsterte: „Ich liebe Dich doch. Aber ich brauche Zeit, Kyle.“ Zum wiederholten Male an diesem Tag schlug sie die Hände vors Gesicht und gab sich ihrem Schmerz hin. Mit der Erkenntnis, Kyle für immer verloren zu haben, weinte sie sich hemmungslos ihren Schmerz und Kummer von der Seele.

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***


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Nachdenklich blickte Anjelica in die Ferne. Mit siebenundvierzig Jahren war sie am Scheidepunkt des Weges angekommen. Ihre Tochter Trish würde wohl nach Lucky Palms zurückgehen und Fabio würde auch weggehen. Letztendlich würden sich alle von ihr abwenden, die ihr je etwas bedeutet hatten. Gestern hatte sie den ersten Schritt getan, für ihre Fehler gerade zu stehen und die Konsequenzen zu ziehen. Von Enzo‘ s Mordkomplott gewusst zu haben, die drei unschuldige Menschen das Leben gekostet hatte, lastete schwer auf ihr. Obwohl er Carlo‘ s größter Widersacher gewesen war, hatte sie sich nicht gescheut, mit Enzo gemeinsame Sache zu machen. Ihn auf ihre Seite zu ziehen, war einfacher gewesen, als sie gedacht hätte, während er dumm genug gewesen war, auf sie hereinzufallen und sie in seine Pläne und Machenschaften einzuweihen. Er hatte nicht gewusst, dass sich seine beiden Mitarbeiter Enrico und Gino auf ihre Seite geschlagen hatten. Der Rest hatte sich für sie als ein Kinderspiel offenbart, als sie herausgefunden hatte, dass Enzo zweigleisig fuhr und sowohl sie, als auch die beiden Italo-Amerikaner, loswerden wollte, nachdem er von dem Verrat erfahren hatte. Um ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen zu können, hatte sie Everson beauftragt, zu diesem Treffen zu fahren. Sie hatte allerdings nichts von Enzo‘s Plan ahnen können, Enrico und Gino zu opfern. Als sie davon erfahren hatte, war es bereits zu spät gewesen. Sie hätte in dem Auto sitzen sollen, nicht Daniel Everson, ihr Geschäftspartner, der wie durch ein Wunder der Schießerei entgangen war. Aber Kyle‘ s Frau Marlena war unschuldig gewesen, sie hatte nur helfen wollen.

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Lange hatte Anjelica darüber nachgedacht, ob sie Carlo ins offene Messer laufen und ihn bei der Polizei belasten sollte. Aber es war ihr Gewissen, das sie rein waschen wollte, Carlo musste selbst entscheiden. Nach einunddreißig Jahren würden sich nun ihre Wege unwiderruflich trennen. Er wollte sich heute mit ihr treffen, um ihr etwas Wichtiges mitzuteilen, hatte er gestern am Telefon gesagt. Nun, das traf sich gut, auch wenn sie es so nicht geplant hatte.

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Sie sah ihn schon von weitem kommen und ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Sein Anruf hatte sie überrascht. Was konnte es so wichtiges geben, dass er sie unbedingt noch einmal sehen wollte? Als er sie erblickte, lächelte er: „Schön, dass Du gekommen bist, Jelica.“

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Er hatte sich nie an ihren neuen Namen gewöhnen können. Aus diesem Grunde hatte sie sich entschlossen, ihren alten Namen Anjelica Moreno nun auch offiziell wieder anzunehmen.

„Du wolltest mich noch einmal sprechen, Carlo? Das triffst sich gut, ich wollte Dir auch etwas mitteilen.“

Erstaunt sah er sie an, sie wirkte abgeschlagen und machte auf ihn einen matten Eindruck. Er hatte sie selten so erlebt. „Okay, Jelica, Du zuerst. Ist alles in Ordnung mit Dir? Du siehst müde aus.“

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Sie war ungewöhnlich ernst, als sie sich von ihm abwandte und leise sprach: „Carlo, ich war gestern auf dem Polizeirevier und habe einen Brief mit meinem Geständnis hinterlegt. Auch für Fabio und Trish habe ich einen hinterlassen. Bitte übergib ihnen diesen, wenn Du sie siehst.“

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Fassungslos trat er vor und verstellte ihr den Weg. „Du hast was getan? Aber warum? Ich meine... Jelica... ich verstehe nicht...“

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„Da gibt es nichts zu verstehen, Carlo. Es ist an der Zeit, dass ich für meine Fehler gerade stehe. Ich bin nicht das Unschuldslamm, das Du ständig in mir sehen willst. Das weißt Du ganz genau. Keine liebende Mutter lässt ihre Kinder im Stich, nur weil...“

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„Das ist nicht wahr, Jelica“, unterbrach er sie. „Wir haben Dir keine andere Wahl gelassen. Du hattest doch gar keine Gelegenheit, Dich überhaupt dazu äußern zu können. Wir hatten Dich mit diesem Vorschlag völlig überrumpelt.“

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„Hör‘ auf, Carlo und mach‘ Dir nichts vor. Auch wenn Mario nachweislich nicht an dem Gift gestorben ist, war ich diejenige, die ihn hatte töten sollen. Ich habe meine eigene Tochter an Dich verkauft, nur um nicht ins Gefängnis gehen zu müssen. Und ich wollte Dich umbringen. Mein Hass auf Dich war so unendlich groß, dass es mir egal war, ob Menschen, die für mich arbeiteten, draufgehen. Ich habe die beiden jungen Männer auf dem Gewissen, denn ich hatte gewusst, dass Enzo mich in eine Falle locken wollte. Zwei seiner Mitarbeiter hatten es mir erzählt. Für eine kleine Summe waren sie bereit gewesen, mich mit wichtigen Informationen zu versorgen. Deshalb hatte ich auch von diesem Mordkomplott erfahren. Eigentlich hättest Du auch bei diesem Treffen sein sollen. Doch im letzten Moment hatte ich Enzo‘ s Pläne durchkreuzt und ihm glaubhaft versichert, mich persönlich um Dich zu kümmern. Ich hatte den Auftrag, Dich in Enzo‘ s Namen umzubringen. Ich habe eine Affäre mit ihm begonnen, um Dich zur Strecke zu bringen und mich an Dir rächen zu können. Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe. Verstehst Du, Carlo? Ich wollte Deinen Tod, verdammt nochmal.“

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Als er näher auf sie zutrat, sah er, wie sie verzweifelt mit den Tränen kämpfte und diese krampfhaft zurückzudrängen versuchte. „Und warum hast Du es dann nicht getan? Warum hast Du mich nicht umgebracht, Jelica?“

Sie schluckte schwer. „Ich konnte es nicht, Carlo. Ich konnte doch nicht den Vater meines Kindes umbringen. Den Mann, den ich...“

„Ja?“, fragte er mit klopfenden Herzen, als sie plötzlich stockte.

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Doch sie schüttelte den Kopf. „Nein, es war die einzig richtige Entscheidung.“

„Wem sollte das jetzt noch etwas bringen Jelica? Du kannst die Toten nicht mehr lebendig machen. Sie können nicht mehr reden und von mir wird keiner etwas erfahren. Tu Dir doch das nicht an. Du hast eine wunderbare Tochter und vielleicht auch bald einen tollen Schwiegersohn, die Dich irgendwann zur Großmutter machen werden. Nimm Dein Leben in die Hand und fang‘ neu an. Du willst Dein Gewissen erleichtern? Dann sei Trish und Fabio die Mutter, die Du nie sein konntest.“

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Ernst sah er sie an, als er weitersprach: „Ich werde nach Monte Vista zurückgehen. Meine Firma gebe ich in Fabios Hände, von den anderen Geschäften habe ich mich bereits getrennt. Ich hatte Anfang des Jahres einen Herzinfarkt und bin müde, Jelica. Ich will dieses Leben von Hass, und Intrigen nicht mehr und endlich kürzer treten. Ich bin jetzt siebenundfünfzig, es muss doch noch ein anderes Leben geben. Sag‘ mir, ist es zu viel verlangt, wenn ich mich nach einer lieben Frau an meiner Seite sehne? Eine Frau, die mich so nimmt, wie ich bin? Davon hatte ich immer geträumt, von einem Familienleben und eigenen Kindern. Und was habe ich stattdessen? Einen Sohn, dessen Vater ich nie sein konnte und ihm den Onkel vorspielen musste. Ich will mich nicht beklagen. Sexuell bin ich immer auf meine Kosten gekommen. Aber die beiden Frauen, die mir wirklich etwas bedeutet hatten, die konnte ich nicht haben. Caroline hatte sich für Henry entschieden und Du hattest Eric geheiratet. Es muss doch noch irgendwo eine Frau für mich geben. Ich hatte immer gehofft, Du würdest es eines Tages sein.“

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Geschockt starrte sie durch ihn durch: „Du gehst weg? Wann hast Du denn diesen Entschluss gefasst? Du hattest das am Telefon mit keinem Ton erwähnt.“

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„Schon vor einigen Wochen. Was soll ich noch hier? Es würde mich ja doch nur alles an Dich erinnern. Ich habe mich in Monte Vista in eine Nachrichtenagentur eingekauft, deren Vorsitz ich übernehmen werde. Es ist noch ein sehr junges Team, aber unglaublich engagiert. Nebenher werde ich mich um die Ländereien kümmern, das meiste ist ja verpachtet.“

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Angelica wandte ihm den Rücken zu und sah in die Ferne. Krampfhaft versuchte sie, ihrer Stimme einen festen Klang zu geben, während sie in ihrem Kopf bereits Plan B gefasst hatte. Es würde zumindest schnell gehen. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Du Bridgeport verlassen wirst. Ich dachte, es sei für Dich eine Genugtuung, wenn Du mich am Boden liegen sehen würdest.“

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„Nein. Du musst es nicht meinetwegen tun. Ich werde nichts gegen Dich unternehmen. Nur wir beide wissen, was wirklich passiert ist.“ Carlo sah ihr mit zusammengekniffenen Augen nach, als sie ohne sich zu ihm umzudrehen, weiter lief.

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Mittlerweile war heftiger Wind aufgezogen, der die Sträucher und Bäume hin und her wehte, während in der Ferne schon die ersten Blitze zuckten. Carlo hatte den Aussichtspunkt Bridgeport für dieses Treffen gewählt. Als er aber sah, dass Anjelica auf den Abhang zusteuerte, rief er beunruhigt: „Was soll das, Jelica? Bleib stehen, das ist zu gefährlich. Du könntest noch hinunter stürzen.“

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Schnell war er ihr nachgekommen und drehte sie entschlossen zu sich um. „Na und? Es wäre doch ganz einfach für Dich. Du müsstest Dir noch nicht einmal die Hände schmutzig machen. Das wolltest Du doch immer, Carlo. Meinen Tod. Wem würde ich denn fehlen? Trish geht weg, Fabio hat Julie und Du? Du wirst mich auch verlassen.“

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Laut schluchzte sie auf und blinzelte die aufkommenden Tränen weg. „Warum bin ich nicht selbst zu dem Treffpunkt gefahren? Dann würden Marlena, Enrico und Gino jetzt noch leben. Warum Carlo? Warum habe ich das zugelassen?“

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Anklagend rief sie laut: „Verstehst Du nicht, Carlo? Ich hätte in diesem gottverdammten Wagen sitzen sollen, nicht Daniel. Warum hast Du mich nicht umgebracht, als Du die Gelegenheit dazu hattest? Warum mussten drei Menschen meinetwegen sterben? Sag‘ es mir, Carlo. Hättest Du in Monte Vista besser auf mich gezielt, dann wärst Du mich für immer los gewesen. Aber ich mache es Dir einfach, Du musst nicht einmal auf mich schießen.“

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Wortlos ließ sie ihn stehen und lief geradewegs dem Abhang entgegen, während er ihr verständnislos hinterher sah. Was hatte das zu bedeuten, er konnte sich auf ihre Worte keinen Reim bilden. Doch dann sah er entsetzt, was sie vorhatte, als er sie etwas Metallenes aus ihrer Handtasche ziehen sah.

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Mit schnellen Schritten lief er hinterher und hatte sie fast erreicht, als sie sich plötzlich umdrehte und eine Waffe in den Händen hielt. Die Pistole auf Carlo gerichtet, forderte sie ihn auf: „Geh‘ zu Deinem Wagen zurück, Carlo und lass‘ mich alleine.“

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Kopfschüttelnd sah er sie an: „Nein, das werde ich nicht tun. Ich weiß, was Du vorhast. Tu‘ s nicht, Jelica. Es ist niemandem damit geholfen, Deine Kinder brauchen Dich.“ Langsam ging er ein paar Schritte auf sie zu und sagte fast flehend: „Ich brauche Dich, Jelica.“

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„Du brauchst mich nicht“, widersprach sie ihm tonlos, während die ersten Regentropfen fielen und sie einen weiteren Schritt auf den Abhang machte. „Du hast mich nie gebraucht. Du hast mich im Stich gelassen, als ich mit sechzehn von Dir schwanger war.“ Bitterkeit schwang in ihrer Stimme mit, als sie fortfuhr: „Im Bett, oh ja, da waren wir ein eingespieltes Team. Ich war Dir gut genug, Deine Frau zu betrügen, aber nicht gut genug, um vor Deinen Eltern zu mir zu stehen. Verstehst Du? Ich habe mein eigenes Kind hergegeben und das werde ich mir nie verzeihen. Bleib stehen und folge mir nicht, Carlo. Ich meine es ernst.“

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Entschlossen drehte sie sich um und deutete mit der Pistole auf den Parkplatz. „Geh‘ jetzt und lass‘ mich alleine.“

„Nein, das werde ich nicht tun. Ich werde nicht zusehen, wie Du Dein Leben einfach so wegwirfst. Wenn, dann erschieß‘ mich. Ich habe Dich zu der eiskalten Geschäftsfrau gemacht, die Du all die Jahre warst. Du warst ein liebes, unschuldiges junges Ding, bezaubernd und unbeschwert, als ich Dich kennenlernte. Ich war es, der Dir das angetan hat. Ich hatte kein Verantwortungsbewusstsein, als ich Dich schwängerte und auch später habe ich nur an meine Bedürfnisse gedacht. Ich bin mir Dir in Bett gegangen, wann immer Du in Monte Vista warst und unseren Sohn besucht hast. Wie es Dir dabei ging, hatte mich nicht interessiert. Ich hatte mir immer eingeredet, dass Du es auch willst und schon irgendwie damit klar kommen wirst, wenn Du wieder nach Hause fährst. Ich habe meinen eigenen Sohn verleugnet und von Dir erwartet, dass Du es auch tust.“

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Als sie keine Anstalten machte, die Waffe aus der Hand zu legen, lief er erneut einen Schritt auf sie zu.

„Ich warne Dich, Carlo. Keinen Schritt weiter.“

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Verzweifelt und voller Todesangst schrie Carlo auf, als sie die Waffe an ihre Schläfe hob: „NEIIINNNN! Tu es nicht. Bitte leg‘ die Waffe nieder. Jelica, wie oft soll ich es Dir denn noch sagen, bis Du mir endlich glaubst? Ich liebe Dich. Ich habe nie aufgehört, Dich zu lieben. Bitte, lass‘ die Pistole fallen, Liebling und komm‘ zu mir.“

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Flehend sah er sie an und schaute dann nach oben. Der Himmel verdunkelte sich immer mehr und nur wenig später stürzte ein Platzregen auf die Erde nieder. Die Pistole immer noch an ihre Schläfe gerichtet, sah sie Carlo müde an. „Es ist zu spät, Carlo. Ich kann und ich will nicht mehr.“

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Noch ehe Carlo nach vorne sprinten konnte, um ihr die Pistole zu entreißen, erstrahlte helles Licht die Szenerie. Langsam zog Anjelica den Hahn der Waffe und sah ihm dabei lächelnd in die Augen. „Leb‘ wohl, Carlo“...

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Kapitel 19.1 folgt...
Zuletzt geändert von cheli24 am 25.02.2019, 01:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 06.02.2019, 15:09

Hallo Marga! :winken02

Während Du nun weit weg von zu Hause bist, lese und kommentiere ich jetzt Dein Kapitel…

Es freut mich sehr, dass es mir einigermaßen gelungen ist, die Geschichte interessant zu gestalten.
Einigermaßen? :augen: Es ist Dir sogar SEHR GUT gelungen! :daumenhoch1
Es freut mich sehr, dass Dir die Story immer noch gefällt und Du bis zum Schluss dabeibleiben möchtest. Als ich angefangen hatte, die Story zu posten, hätte ich nie gedacht, dass sich die Geschichte so in die Länge ziehen und, dass daraus sogar eine 2. Staffel entstehen würde. Vielen lieben Dank fürs immer noch Dranbleiben. Ebenso für Deinen lieben Kommentar, Dein Lob, die netten Worte und auch die Gedanken, die Du Dir immer wieder machst. Das bedeutet mir sehr viel, liebe Astrid. :bussi2
Natürlich gefällt sie mir immer noch und ich WERDE 100%ig dabei bleiben, auch wenn Du irgendwann bei der 10. Staffel davon angekommen bist :lachen Mir wär´s recht! :daumenhoch2 Wenn nur irgendwann Kyle und Trish wieder zusammenfinden würden! :verliebt:

Noch dazu:
Es ist schon lange her, seit ich dieses Kapitel geschrieben habe. Ich hatte damals sehr viel Zeit investiert und es gehört zu meinen Lieblingskapiteln, in dem mein ganzes Herzblut hängt. Bei keinem Kapitel habe ich bislang so oft daran gearbeitet, Korrektur gelesen (ich hoffe, ich habe nichts übersehen), zum Teil etliche Textpassagen abgeändert
Uuuuh, ich bin wirklich schon gespannt wie ein Regenschirm!!! :regen
So, meine Lieben. Mit diesem Kapitel läute ich den Abschied von Lieblingsscharas ein, die mir sehr am Herzen liegen und die einen Teil der 1. Staffel ausgemacht haben. Ob es ein Abschied für immer ist, kann ich jetzt aus Storytechnischen Gründen natürlich nicht beantworten. Aber ich würde schon einmal sagen. Taschentücher bereithalten. Bei keinem Kapitel sind mir so oft die Tränen gekommen, wie bei diesem hier.
Ohje…. :kopf: *Taschentuch-Päckchen bereit leg*

Oh herrjeh… Bisher war ich nicht fähig auch nur ein einziges Wort zu schreiben, habe gebannt gelesen und die Bilder betrachtet, aber jetzt… Kyle so traurig, so verbittert, so aussichtslos zu sehen – schon wieder mal – ist echt zu viel. :weinen2
Aber ich kann auch Trish verstehen, dass sie erst mal Zeit braucht, um alles irgendwie verarbeiten und verdauen zu können. :weinen3:
Sie tun mir alle beide unendlich leid :weinen1

Ich musste schmunzeln, als ich den Ort sah, an dem Anjelica auf Carlo wartete. Die Aussichtsplattform kenn ich sehr gut. Die Gegend dort ist wirklich wunderschön! :daumenhoch2

Aber was Anjelica Carlo da an Worten ins Gesicht knallt, verschlug mir die Stimme. Und nicht nur mir, sondern auch Carlo!
Aus jedem ihrer Worte schrie Hass-Liebe! :durchdrehen

Und dann? Oh Gooooooooooooooott!!! :kopfschuetteln Und nun? Sie hat eine Waffe! :durchdrehen
Carlo… Entsetzt, hilflos, alle Schuld auf sich nehmend… :kopf: :kopfschuetteln
Du lieber Himmel! Ich hab ´ne mordsmäßige Gänsehaut! Anjelica zielt mit der Waffe direkt auf Carlo! :durchdrehen
NEEEEEEEEEIN!!! Oh Goooott, NEIN!!! Bild Sie hat sich wohl – jetzt in diesem Moment, als ein riesiger Blitz vom Himmel auf die Erde zuckte – selbst erschossen und ist wohl gleichzeitig den Hang hinunter gefallen! Wie krass!!! Bild
Und genau da hörst Du auf?!? Bild Und ich muss jetzt ein paar Wochen warten bis es weiter geht! Bild


Aber… Puuuuuh, das Kapitel war echt der Wahnsinn! Es hatte es wirklich in sich; da hattest Du zuvor nicht zu viel gesagt. Jetzt weiß ich auch, was Du am Anfang des Kapitels damit meintest. :nicken Ich hatte auch so manches mal beim Lesen und Bilder betrachten Tränen in den Augen! Echt krass! Bild
Aber Du hast es SUPER geschrieben und bebildert! Alle Achtung!!! :hug02
Ja, und nun bin ich gespannt wie es weiter geht, ob sich Anjelica tatsächlich das Leben genommen hat, was mit Carlo ist und und und… Bild Alles in allem bin ich sehr gespannt auf die nächste Folge! Bild
Danke dafür, liebe Marga! :hug02


LG Astrid :tippen02
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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Re: SdV2 - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Petziteuferl » 16.02.2019, 20:27

Bin schon auf das Ende gespannt! :daumenhoch2
Sehr gut geschrieben. Ich hab es regelrecht verschlungen beim Lesen. Wie ein sehr spannendes Buch ;)

Lg Petra
Lg Petra :D

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Beitrag von cheli24 » 24.02.2019, 22:43

Hallo Astrid, :winken

bevor es mit einem neuen Kapitel weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder sehr gefreut habe.
:hug02
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Hallo Marga! :winken02 Während Du nun weit weg von zu Hause bist, lese und kommentiere ich jetzt Dein Kapitel…

Ja, das ist schon krass. Hochgerechnet dürften wir ca. 15.000 km unterwegs gewesen sein (Luft und Straße), die beiden Transatlantikflüge nicht mitgerechnet. Ist schon der Wahnsinn.
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Es freut mich sehr, dass es mir einigermaßen gelungen ist, die Geschichte interessant zu gestalten.
Einigermaßen? :augen: Es ist Dir sogar SEHR GUT gelungen!
:daumenhoch1

Vielen Dank für das Kompliment. :bussi2 Ich war anfangs sehr unsicher, was die Geschichte im Allgemeinem betrifft und wollte es Allen Recht machen. Aber das geht nun einmal nicht. Jeder sieht und interpretiert eine Story anders.
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Es freut mich sehr, dass Dir die Story immer noch gefällt...
Natürlich gefällt sie mir immer noch und ich WERDE 100%ig dabei bleiben, auch wenn Du irgendwann bei der 10. Staffel davon angekommen bist :lachen Mir wär´s recht! :daumenhoch2 Wenn nur irgendwann Kyle und Trish wieder zusammenfinden würden! :verliebt:


Oh Gott, nein. :augen: Nach dieser Staffel wird definitv Schluss sein. Ich wüsste auch gar nicht, was man da noch erzählen könnte. Aber eventuell mache ich mit meinen Charas in einer Tagebuchform weiter, was so aus ihnen geworden ist, was sie erlebt haben usw. :grins Aber das dauert noch ein wenig. Noch ist die Story ja nicht beendet.
:schuetteln
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Es ist schon lange her, seit ich dieses Kapitel geschrieben habe. Ich hatte damals sehr viel Zeit investiert und es gehört zu meinen Lieblingskapiteln, in dem mein ganzes Herzblut hängt. Bei keinem Kapitel habe ich bislang so oft daran gearbeitet, Korrektur gelesen (ich hoffe, ich habe nichts übersehen), zum Teil etliche Textpassagen abgeändert
Uuuuh, ich bin wirklich schon gespannt wie ein Regenschirm!!!
:regen

Ich hoffe, ich konnte den Erwartungen gerecht werden.
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Oh herrjeh… Bisher war ich nicht fähig auch nur ein einziges Wort zu schreiben, habe gebannt gelesen und die Bilder betrachtet, aber jetzt… Kyle so traurig, so verbittert, so aussichtslos zu sehen – schon wieder mal – ist echt zu viel. :weinen2 Aber ich kann auch Trish verstehen, dass sie erst mal Zeit braucht, um alles irgendwie verarbeiten und verdauen zu können. :weinen3: Sie tun mir alle beide unendlich leid :weinen1


Ja, ich Böse. Ich mache es den Beiden nicht gerade einfach, ne?
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Aber was Anjelica Carlo da an Worten ins Gesicht knallt, verschlug mir die Stimme. Und nicht nur mir, sondern auch Carlo!Aus jedem ihrer Worte schrie Hass-Liebe! :durchdrehen

Anjelica ist verzweifelt, sie weiß nicht mehr Ein und Aus. Und jetzt nachdem sie auch noch erfahren muss, dass Carlo nach Monte Vista zurückgehen wird, kommt ihr alles so sinnlos vor. :weinen3: Sie weiß, dass sie Fehler gemacht hat und das macht die Sache für sie nicht einfacher.
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Und dann? Oh Gooooooooooooooott!!! :kopfschuetteln Und nun? Sie hat eine Waffe! :durchdrehen Carlo… Entsetzt, hilflos, alle Schuld auf sich nehmend… :kopf: :kopfschuetteln


Carlo hat plötzlich furchtbare Angst, etwas zu verlieren, dass immer zu seinem Lebensinhalt gezählt hatte. :weinen3: Unabhängig davon, wie viel Zeit sie letztendlich wirklich miteinander verbracht hatten.
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Du lieber Himmel! Ich hab ´ne mordsmäßige Gänsehaut! Anjelica zielt mit der Waffe direkt auf Carlo! :durchdrehen
NEEEEEEEEEIN!!! Oh Goooott, NEIN!!! Bild Sie hat sich wohl – jetzt in diesem Moment, als ein riesiger Blitz vom Himmel auf die Erde zuckte – selbst erschossen und ist wohl gleichzeitig den Hang hinunter gefallen! Wie krass!!! Bild

Ich mag es, wie Du Dich in die Geschichte hineinversetzt. Wirklich, liebe Astrid. :streicheln Na, schauen wir mal, was im nächsten Kapitel passiert.
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Und genau da hörst Du auf?!? Bild Und ich muss jetzt ein paar Wochen warten bis es weiter geht! Bild

Öhm... Jaaa. :grins Ich habe von den Besten gelernt. Sorry, dieser Cliffhanger musste einfach sein. Umso mehr freust Du Dich doch dann auf die Fortsetzung. Okay, hatte dann doch etwas länger gedauert. ;)
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Aber… Puuuuuh, das Kapitel war echt der Wahnsinn! Es hatte es wirklich in sich; da hattest Du zuvor nicht zu viel gesagt. Jetzt weiß ich auch, was Du am Anfang des Kapitels damit meintest. :nicken Ich hatte auch so manches mal beim Lesen und Bilder betrachten Tränen in den Augen! Echt krass! BildAber Du hast es SUPER geschrieben und bebildert! Alle Achtung!!! :hug02

Vielen lieben Dank. Da kommen selbst mir beim Lesen Deines Kommentars die Tränen. Es freut mich sehr, dass Dir das Kapitel gefallen hat, trotz des tragischen Ende.
Simsi68 hat geschrieben:
06.02.2019, 15:09
Ja, und nun bin ich gespannt wie es weiter geht, ob sich Anjelica tatsächlich das Leben genommen hat, was mit Carlo ist und und und… Bild Alles in allem bin ich sehr gespannt auf die nächste Folge! BildDanke dafür, liebe Marga! :hug02

Bitte, gern geschehen. Vielen Dank für Deinen Kommentar, Dein Lob, die netten Worte und die Gedanken, die Du Dir immer wieder machst, liebe Astrid. :hug02 Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Etwas später wird es mit dem 2. Teil des Kapitels weitergehen.


LG Marga




Hallo Petziteuferl oder Petra, :winken

ich war sehr überrascht, als ich Deine FA in meinem Email-Posteingang gelesen hatte. Wie hast Du denn diese Seite hier gefunden? Ich hatte es damals nirgendwo im Sims3-Forum erwähnt, da ich nicht gewusst hatte, ob ich damit Ärger bekomme. Dennoch habe ich mich sehr darüber gefreut, dass Du hierher gefunden hast :hug02 und möchste Dich jetzt auch hier offiziell Willkommen heißen.
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Petziteuferl hat geschrieben:
16.02.2019, 20:27
Bin schon auf das Ende gespannt! :daumenhoch2 Sehr gut geschrieben. Ich hab es regelrecht verschlungen beim Lesen. Wie ein sehr spannendes Buch ;)

Welches Ende meinst Du denn? Die ganze Story oder den Ausgang dieses Kapitels? ;) Ersteres wird noch ein wenig dauern. Also, es werden noch so einige Kapitel folgen. Nee, nee, so leicht werde ich es meinem Charas nicht machen. :grins

Also, vielen Dank nocheinmal für Deinen Kommentar, Dein Lob und Kompliment und, dass Du hierher gefunden hast. :daumenhoch2

Im Anschluss wird es mit dem 2. Teil des Kapitels weitergehen.

LG cheli24 (Marga)

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